Umfrage: Allgemeine Zufriedenheit mit der Berufsorientierungsbörse

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Hans Dieter Clauser (l.) und Ingo Wupperfeld präsentierten die Umfrage-Ergebnisse zur BOB 2015. Foto: de Clerque

Nach der BOB ist bekanntlich vor der BOB. Und damit die Berufsorientierungsbörse im nächsten Jahr noch weiter verbessert werden kann, wurden bereits zum dritten Mal Besucher und Aussteller nach ihren Eindrücken gefragt. Die Ergebnisse wurden nun präsentiert.

Befragt wurden alle Schüler der neunten Klassen aus Monheim und Langenfeld, alle Aussteller sowie die Teilnehmer des Azubi-Speed-Datings, das erstmalig im Rahmen der BOB von der Industrie- und Handelskammer (IHK) angeboten wurde.

„Die Aussteller waren sehr zufrieden und gaben die Gesamtnote 1,9“, sagt Ingo Wupperfeld, Geschäftsführer des mit der Befragung beauftragten Institut Wupperfeld GmbH. Die sehr gute Organisation wurde gelobt und die BOB klar als Rekrutierungsmittel für Auszubildende gesehen. Leichte Unzufriedenheit gab es beim Besucheraufkommen, dass sich vor allem auf den Vormittag konzentrierte. Auch wurde bemängelt, dass die Schüler keine Bewerbungsunterlagen mitgebracht hatten.

400 Schüler hatten ihre Fragebögen zurückgeschickt und sehen die BOB als eine gute Infoveranstaltung. Sie gaben ihr die Note 2,9. Auch die Schüler bemängelten das hohe Besucheraufkommen am Vormittag und fanden Berufs- und Studienangebote im Bereich Jura und Medizin unterrepräsentiert.

Kaum ein Schüler hatte Bewerbungsunterlagen dabei und auch nur die wenigsten haben versucht, mit den ausstellenden Unternehmen in Kontakt zu treten. Einige kritisierten auch den Messeflyer, mit dem sie nicht zurechtgekommen seien. „Wir bieten allen Schulen im Vorfeld der Messe an, die Schüler vorzubereiten. Der Großteil war gut vorbereitet, insbesondere die Hauptschüler“, sagt BOB-Organisator Hans-Dieter Clauser.

Rund 200 Schüler machten beim Azubi-Speed-Dating mit. Allerdings war den wenigsten bewusst, dass dies die Chance für eine schnelle Bewerbung war. So fehlten bei vielen die Unterlagen und ebenso die entsprechende Kleidung für ein Vorstellungsgespräch. „Das müssen wir im nächsten Jahr verbessern“, sagt Clauser. Außerdem möchte er neben der IHK auch die Handwerkskammer mit ins Boot holen.

Auch sollen sich die Schulen künftig untereinander absprechen, damit sich die Besucherzahlen nicht zwischen 11 und 13 Uhr konzentrieren. Ein Steuerungselement sei beispielsweise den Bustransfer aus Monheim zeitversetzt zu machen.

Voll des Lobes für die BOB ist auch Bürgermeister Frank Schneider: „Es fehlen Fachkräfte und Azubis und deswegen wird es immer wichtiger, beide Seiten zusammenzubringen.“ In den Schulen ist der Verein BOBplus daher das ganze Jahr aktiv, bietet unter anderem Profis fürs Bewerbungstraining und präsentiert sich mit Infoständen an Elternsprechtagen.

Zum ersten Mal wird im November außerdem der BOB-Award vergeben. Eine Fachjury wählt den besten Aussteller aus. Dieser erhält einen Pokal, ein aus Glas gefertigtes Puzzle-Stück, wie man es vom Plakat der BOB kennt. Die nächste Berufsorientierungsbörse mit über 100 Ausstellern findet am 11. Mai 2016 statt.
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