Die Stadtwette gilt!

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Daniel Zimmermann (Mitte) und Peter Mitterhofer (rechts) kreuzen bereits zum dritten Mal bei der Stadtwette die Schwerter. Schafft es der Leiter des internationalen Monheimer Raumfahrtzentrums, 400 tanzende Raumfahrer und Außerirdische am Stadtfest-Sonntag, 13 Uhr, vor der Hauptbühne auf der Krischerstraße in einem völlig losgelösten Tanz zu vereinen? Mit ihm hoffen Ines Hoven (links) von der TanzRaum-Crew sowie im Hintergrund Alexander Bülles, Rudolf Lohrum (SKFM) und Frank Nickel. Foto: de Clerque
Zu einem festen Programmpunkt des Monheimer Stadtfests hat sich in den letzten Jahren die Stadtwette entwickelt. Das soll auch nicht anders sein, wenn vom 26. bis 28. Mai drei Tage lang das 8. Monheimer Stadtfest unter dem Motto "Einmal Weltraum und zurück" gefeiert wird.

Erneut hat sich Bürgermeister Daniel Zimmermann bereits im Vorfeld Verstärkung und einen spendablen Wettgegner gesucht - der sein mutiges Dagegenhalten 2017 mit dem dritten Wetteinsatz in Folge quasi schon zur "Rheinischen Tradition" erhebt.

Monheims Stadtoberhaupt wettet, dass es ihm gelingen wird, mindestens 400 Außerirdische oder doch zumindest als Raumfahrer oder weltraummärchenhaft verkleidete Stadtfestgäste am Sonntag vor die Hauptbühne auf der Krischerstraße zu bringen, und dort gemeinsam eine völlig losgelöste Tanzeinlage zu präsentieren. Für das richtige Taktgefühl wird beim Start die TanzRaum-Crew um Ines Hoven sorgen. Sie verspricht "eine fast schon schwerelos leicht tanzbare Choreografie, die bereits an drei bis 88-Jährigen erfolgreich erprobt wurde."
Zum dritten Mal hält UCB-Geschäftsführer Peter Mitterhofer dennoch fast schon übermutig dagegen - und fordert intergalaktische Revanche für seine beiden Niederlagen in den Vorjahren.

Vom Sieg, aber auch mindestens ebenso von der Tatsache überzeugt, dass im Falle einer Niederlage der Wettverlust zu einem Gewinn für Monheims Miteinander wird, setzt er 3.000 Euro ein. Sollte Mitterhofer seine Wette erneut verlieren, und der Leiter des internationalen Monheimer Raumfahrtzentrums die 400 Weltraum-Tänzerinnen und -Tänzer hinter sich vereinen, hat UCB zugesagt, den Wetteinsatz diesmal für ein geplantes Handwerksprojekt des Monheimer Sozialdienstes Katholischer Frauen und Männer (SKFM) für Kinder und jugendliche Flüchtlinge von 6 bis 16 Jahren zu spenden. Es wäre die Anschub-Finanzierung für dieses Vorhaben, das künftig der Sprach-, Motorik- und am Ende auch der direkten Berufsförderung geflüchteter junger Menschen in Monheim dienen soll.

Einmal mehr outete sich UCB-Chef Mitterhofer als "großer Fan" der SKFM-Arbeit. "Ich halte das, was sie da gesellschaftlich leisten für unglaublich wichtig. Und ich bin Ihnen persönlich für diesen Einsatz sehr, sehr dankbar." Frank Nickel, Leiter der Monheimer SKFM-Flüchtlingshilfe mit dem Schwerpunkt auf Familien-Unterstützung: "In unserer Arbeit müssen wir Beweglichkeit beweisen. Nachdem die Flüchtlinge zunächst erstmal bei uns angekommen sind heißt es jetzt vor allem: Mitkommen!" Dazu muss man auch mitnehmen. Der SKFM arbeitet eng mit Monheims Schulen und hier vor allem mit den Internationalen Klassen an der Gesamt- und der Sekundarschule zusammen.

Da dort das klassische und reine Werken als eigenes Unterrichtsfach so nicht mehr auftaucht, war man von der neuen Handwerkskurs-Idee als Zusatzangebot ebenfalls begeistert. Familien-Coach Alexander Bülles vom SKFM-Kooperationspartner "social.experience.experts" (SEE): "Wir wissen, dass auch die Handwerksbetriebe bei uns in der Region händeringend Nachwuchs suchen. Da fehlt es an jungen Fachkräften. Wir wollen daher Handwerksmeister zu uns einladen, um den Jugendlichen ihre Arbeit vorzustellen - und natürlich möglichst auch für diese zu begeistern."

UCB-Chef Mitterhofer, der auch dem Gänseliesellauf bereits seit vielen Jahren mit seinem Unternehmen finanzielle Schubkraft verleiht: "Die Hilfe für Menschen liegt uns am Herzen. Das gilt natürlich nicht nur für unsere Patienten." Trotzdem würde er wohl ganz auch gerne mal eine Stadtwette gewinnen. "Der Bürgermeister hat in den letzten beiden Jahren viel Glück gehabt", so Mitterhofer mit einem leichten Augenzwinkern in Richtung seines Kontrahenten, mit dem er eigentlich die gleichen Wertvorstellungen teilt.

Der nimmt die Herausforderung durchaus ernst: "Das ist kein Selbstläufer. Gerade weil es zuletzt immer geklappt hat, ist die Gefahr der Routine natürlich nicht zu unterschätzen. Ich hoffe daher sehr, dass mich die Monheimerinnen und Monheimer sowie alle weiteren Stadtfestgäste auch diesmal unterstützen werden." Denn es geht ja um eine richtig gute Sache - und um eine richtig schöne Aktion. Am Sonntag, 28. Mai, wird auf der Krischerstraße um 13 Uhr gemeinsam mit Major Tom abgehoben. Auf ein völlig losgeöstes Wochenende - und die nächste gewonnenen Monheimer Stadtwette!
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