Sportfreunde sind trotz Niederlage stolz

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Volle Ränge, gute Stimmung, packende Strafraumduelle und eine Baumberger Mannschaft, die sich lange Zeit vom Zweitligsten FC Ingolstadt nicht unterkriegen ließ. Der Pokalkampf bot den rund 2500 Zuschauern am Samstagnachmittag gute Unterhaltung. Alle Fotos: Achim Bachhausen
 

Der schöne Traum ist ausgeträumt. Mit 1:4 (0:2) unterlagen die Sportfreunde Baumberg dem FC Ingolstadt in der ersten Rundes des DFB-Pokals. Dabei verfälscht das Ergebnis den Spielverlauf und ist um mindestens einen Treffer zu hoch.

Von Hajo Dietz

2.488 Zuschauer verwandelten das Haberlandstadion in Leverkusen, in das die Sportfreunde ausweichen mußten, in einen Hexenkessel mit ausgelassener Partystimmung. Weit vor Beginn waren die Ränge gut gefüllt, die Fans stimmten sich darauf ein, die Baumberger Spieler über 90 Minuten nach vorne zu treiben.

Dieses Vorhaben klappte dann auch 15 Minuten, in denen die Sportfreunde dem Zweitligisten keine Torchance einräumten. Dann erzielte Tamas Hajnal mit einem um die Mauer herumgezogenen Freistoß aus gut 20 Metern die Führung. Baumbergs Keeper Tobias Bergen hatte den Ball wohl zu spät gesehen. Danach hatten die Sportfreunde gute Möglichkeiten, als Hayro Maslar nach einer Ecke von Sebastian Schweers per Kopf knapp verzog und Schweers selbst mit einem Torschuß von der Grundlinie Unsicherheiten bei Ramazan Özcan im Tor des FC aufdeckte.

Ärgerlich war der Treffer zum 0:2 in der 43. Minute. Schiedsrichter Sören Storks, der jeden Körpereinsatz der Baumberger abpfiff, bei Ingolstadt aber durchaus großzügiger agierte, ahndete ein Foul im Baumberger Strafraum an Nils Esslinger nicht. Esslinger verletzte sich dabei derart, dass er auf dem Platz behandelt werden musste. Sein Gegenspieler kam nach dem Foul frei zum Schuss, Bergen wehrte den Ball an die Latte ab und den zurücktropfenden Ball brauchte Ümit Korkmaz nur noch einzunicken.

Den in der ersten Halbzeit noch vorhandenen Respekt gegenüber Ingolstadt hatten die Sportfreunde dann in der Kabine gelassen. Mit Elan und Druck wurde die zweite Halbzeit angegangen. Bereits in der 47. Minute brachte Ivan Pusic die Ingolstädter Defensive ins Schwimmen, als seine Annahme nach Paß von Erkan Ari nur mit Mühe zur Ecke geklärt werden konnte. In der 53. Minute bebte dann das Stadion. Einen Freistoß von Schweers senkte Uwe Brüggemann zum 1:2 ins Gehäuse des FC. Danach übernahm Baumberg komplett das Kommando, vom Zweitligisten, der um den Aufstieg in die Bundesliga mitspielen will, war nichts mehr zu sehen. Wäre der Kopfball von Maslar in der 60. Minute ins Tor gegangen statt Zentimeter am Pfosten vorbei zu fliegen, es wäre sicher die zweite Baumberger Sensation möglich gewesen. So aber gelang Ingolstadt gegen aufgerückte Baumberger in der 76. Minute durch den Brasilianer Caiuby das 1:3. Und spätestens, als dann Christian Beckers in der 82. Minute mit gelb/rot den Platz verlassen mußte, war die Partie gelaufen. Gegen dezimierte und erschöpfte Sportfreunde gelang Manuel Schäffler in der 89. Minute noch das 1:4.

Baumbergs Trainer Markus Kurth war dann nach dem Spiel auch trotz der Niederlage voller Stolz auf seine Mannschaft. „Zu Beginn hatten wir zuviel Respekt. In der zweiten Hälfte haben wir über weite Strecken das Spiel bestimmt. Leider sind uns mögliche Tore nicht gelungen.“

SFB: Bergen, Witt, Michalsky, Bryks (46. Ari), Beckers, Maslar (81. Rentmeister), Brüggemann, Esslinger, Klotz, Schweers, Pusic (88. Daour)
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