„Chancen der Integration“

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von links: KKV-Vorsitzender Herbert Süß überreicht Schwester Pia einen Bildband vom Kölner Dom, Schwester Paulo Maria freut sich mit ihr
Vor fast 50 Zuhörerinnen und Zuhörern referierte Schwester Pia von der Ordensgemeinschaft vom armen Kinde Jesus, vormittags bei der Arbeitsgruppe „Monheimer Bürger interessieren sich für ihren Globus“ unter Leitung von Margret Jenniches und abends beim KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, über dieses hochaktuelle Thema, das in den Medien einen großen Platz einnimmt. Papst Franziskus hätte seine Freude an dieser Hilfe, die u.a. Behördengänge, Beschaffung von Kinderkleidung und Haurat beinhaltet.

Durch ihre Arbeit im Arbeitslosenzentrum hat Schwester Pia gute Kenntnisse, wo der Schuh drückt. Möbel aus der Auflösung eines Nachlasses sind für viele Familien eine Chance, menschenwürdig zu leben. Die Hochhaussiedlung im Bonner Norden ist ein Schmelztiegel von 120 Nationen, deren Bewohner nun seit drei Jahren von insgesamt drei Schwestern niederschwellig unterstützt werden. Die Wohnung im Objekt ermöglicht es „nach den Menschen zu schauen“, so Schwester Pia und als Nachbarn für sie da zu sein. Wertschätzung, Anteilnahme, Unterstützung und Hilfe sind die Begriffe, die von den Menschen dankbar angenommen werden. Die Schwestern bauen Beziehungen auf, ermöglichen die Hilfe untereinander und fördern somit die Integration, wohl wissend, dass es eine Zeit dauert, bis dies gelingt.

Die Entscheidung, dort im sozialen Brennpunkt leben und arbeiten zu können, bereuen Schwester Pia und Schwester Paulo Maria nicht. Gemäß der Ordensgründerin Clara Fey, die in Aachen am Schicksal von Waisenkindern und Kinder armer Eltern Anteil nahm, ist Schwester Nicola nun für die Kinderbetreuung und die Nachhilfe bei Hausaufgaben zuständig. Schwester Pia: „Der Heilige Geist hilft uns, alle Unwegsamkeiten und Herausforderungen zu bestehen.

Die aufmerksamen Zuhörerinnen und Zuhörer hinterfragten die Zusammenhänge von kulturellem Hintergrund zum Verhalten, die Weitergabe von Fähigkeiten, aber auch Problemen von Eltern auf Kinder, die Schwierigkeiten in der Nachbarschaft und der Wunsch wieder in die Heimat zurückzukehren. Die Referentin beantworte diese Fragen aus ihrem reichen Kenntnis- und Erfahrungsschatz. Der Vorsitzende, Herbert Süß, dankte den Schwestern für ihren beeindruckenden Einsatz und übergab ihnen das Buch vom Kölner Dom.

Weitere Infos über den KKV unter: www.kkv-monheim.de
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