Funkenkinder: Hartes Training für die Bühne

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Die Funkenkinder wie man sie von ihren Auftritten kennt. Foto: Privat
 
Die Funkenkinder beim Training in der Sporthalle der Grundschule am Lerchenweg. Foto: de Clerque
Nach der Session ist vor der Session: Die Funkenkinder haben nach den Osterferien wieder mit dem Training begonnen. Altes auffrischen, Neues einstudieren – das steht bei den wöchentlichen Treffen mit Trainerin Sylvia Krug im Mittelpunkt. 28 Kinder im Alter von sieben bis 16 Jahren sind in dem 2004 gegründeten Tanzcorps aktiv.

Ein kurzer Pfiff ertönt. Die Jungen und Mädchen in der Sporthalle der Grundschule am Lerchenweg stellen sich auf. Die ersten Töne des Brings-Medleys erklingen und die Tänzerinnen und Tänzer der Funkenkinder legen los. Ein bisschen ungewohnt ist der Anblick für den Betrachter, der das Tanzcorps sonst nur auf den Bühnen der Stadt erlebt. Natürlich wird nicht in der schmucken rot-weißen Uniform mit Hut, Stiefeln und Perücke sondern in legerer Sportkleidung trainiert.

Nach den Osterferien hat Trainerin Sylvia Krug wieder mit dem wöchentlichen Training begonnen. Immer donnerstags wird eineinhalb Stunden getanzt. Nach einer Aufwärmrunde mit Laufen, Hüpfen, Dehnen, Beine werfen und im Takt marschieren, geht es richtig los. Altes auffrischen, Neues einstudieren – das steht beim Training im Mittelpunkt. Die Choreografie der Tänze muss für jede Session aufs Neue an die Gruppe angepasst werden. „Es ist wichtig, dass das Bild schön aussieht und in sich stimmig ist. Dabei sollen alle einmal vorne sein, sowohl die Kleinen als auch die Großen“, erklärt Krug.

Letztes Jahr hat die Garde acht neue Kinder aufgenommen. In ihrer ersten Session haben sie noch nicht jeden Tanz mitgetanzt und nur kleinere Parts übernommen. „Es reicht schon, wenn sie mit auf der Bühne stehen. Wir wollen die Kinder am Anfang nicht überfordern“, sagt die Trainerin. Jetzt werden sie richtig in die Tänze eingebaut. Am Anfang und am Ende stehen sie vorne, während des Tanzes aber meistens hinten, da sie sich so an den vorderen, erfahrenen Tänzern orientieren und von ihnen lernen können. Nach den Sommerferien wird ein neuer Tanz einstudiert. Dafür wird ein zusätzlicher Trainingstag am Wochenende eingeschoben. Mit vier bis fünf Stunden Training am Stück ist dieser Tag dann hart, aber effektiv. 30 Auftritte haben die Funkenkinder in der Session, zehn weitere im Laufe des Jahres.

28 Kinder im Alter von sieben bis 16 Jahren sind mit dabei. „Mehr geht nicht“, bedauert die 1. Vorsitzende Heike Klenner. „Wir wollen, dass bei den Auftritten alle Kinder auf der Bühne sind. Wenn die Gruppe zu groß ist, geht das nicht.“ Und Trainerin Sylvia Krug ergänzt: „Wir haben auch viele kleine Bühnen. Die Bilder müssen aber trotzdem stimmen.“

Das Fischessen zum Abschluss der Saison ist der Stichtag für die Kinder. Dann müssen sie entscheiden, ob sie weitermachen oder aufhören wollen. In diesem Jahr bleiben alle dabei. „Wir sind stolz, dass die Kinder so lange bei uns tanzen und es ist schön, dass so wenige aufhören. Aber die Nachfrage ist natürlich groß und wir haben eine lange Warteliste“, sagt Klenner. Für die Tänzerinnen und Tänzer, die zu alt für die Funkenkinder werden, besteht die Möglichkeit, zu den Altstadtfunken zu wechseln. „Wir arbeiten super zusammen und sie sind glücklich über den Nachwuchs, der von uns kommt“, so die 1. Vorsitzende.

Die Funkenkinder selbst sind aber ein eigenständiger, kleiner Verein, der 2004 gegründet wurde. Die Truppe finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. „Ohne die geht nichts und wir sind für jeden Euro dankbar“, sagt Heike Klenner. Aber auch die Hilfe der Eltern ist gefragt. Es werden Fahrdienste zu den Auftritten benötigt und da die Kinder sich Zuhause umziehen, müssen die Eltern natürlich auch dafür sorgen, dass die jungen Tänzer adrett aussehen. Einmal im Jahr steht für die Funkenkinder ein Ausflug auf dem Programm.
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