KKV beim 100. Katholikentag in Leipzig präsent

Wirtschafts- und sozialethische Themen sind Schwerpunkte bei den KKV-Veranstaltungen

Auch auf dem 100. Katholikentag, der unter dem Leitwort „Seht, da ist der Mensch“ vom 25. bis 29. Mai 2016 in Leipzig stattfindet, ist der KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, wieder mit zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen präsent. So wird er gemeinsam mit dem Bund Katholischer Unternehmer (BKU) und anderen ein großes Podium zum Thema „Reichtum verpflichtet – Zum verantwortlichen Umgang der Kirche mit ihrem Vermögen“ am 26. Mai, von 16:30 bis 18 Uhr, in der Konzerthalle der Arena Leipzig, Am Sportforum 2, ausrichten. Das hochkarätig besetzte Podium mit Prof. Dr. Dr. Andreas Barner (Vorsitzender der Unternehmensleitung von Boehringer Ingelheim), Andrea Nahles (Bundesarbeitsministerin), Norbert Kleyboldt (Generalvikar in Münster), Dr. Thomas von Mitschke-Collande (ZdK-Mitglied und ehemals bei McKinsey tätig) und Bruder Jean Paul Muller SDB (Generalökonom der Salesianer Don Boscos in Rom) wird von dem Journalisten Joachim Frank, Köln, moderiert.

Zuvor lädt der KKV gemeinsam mit dem BKU, der Jesuitenmission und dem KSZ (Katholisch Sozialwissenschaftliche Zentralstelle) um 14 Uhr zum Podium „Der Graben wird tiefer – Wege aus wachsender Vermögensungleichheit“ ins Neue Rathaus, Martin-Luther-Ring 4-6, ein. Hier diskutieren Ernst von Freyberg (ehem. Präsident des Instituto per le Opere di Religione (IOR, Vatikanbank), Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), Sven Giegold MdEP, Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins (Kath. Sozialethikerin in Münster) und Dr. Claudia Lücking Michel (MdB und ZdK-Vizepräsidentin) unter der Leitung von Dr. Ursula Weidenfeld (Potsdam).

Ebenfalls am 26. Mai lädt der KKV mit dem BKU, der IHK und der Handwerkskammer zu Leipzig ab 18:30 Uhr, zum Wirtschaftsempfang in den Medien Campus Villa Ida ein. Hier werden der Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch und Prof. Dr. Andreas Barner Impulse zum Thema „Unternehmerverantwortung für eine nachhaltige Entwicklung“ geben. Die anschließende Diskussionsrunde wird vom Chefredakteur des ZDF, Dr. Peter Frey, moderiert.

Am Samstag, dem 28. Mai, findet um 18 Uhr, ein Gottesdienst in der Kaufmanns-Gedächtniskirche, St. Bonifatius, in Leipzig-Connewitz, Prinz-Eugen-Str. 21, statt. Zelebranten sind der Geistliche Beirat des KKV-Bundesverbandes, Msgr. Prof. Dr. Peter Schallenberg, sowie Pfarrer Bertram Wolf. Im Anschluss lädt die KKV-Ortsgemeinschaft Leipzig zu einem Treffen ins Pfarrheim St. Bonifatius ein.

KKV mit Info-Stand auf der Kirchenmeile

Darüber hinaus ist der KKV während des Katholikentages natürlich auch auf der sogenannten Kirchenmeile, Jablonowskistraße (Brüderstraße Ost), mit einem Info-Stand vertreten. Hier kann man sich über die zahlreichen Aktivitäten des katholischen Sozialverbandes eingehend informieren. So setzt sich der KKV zum einen für den Schutz des Sonntags ein. Zum anderen fordert er ein „Recht auf Unerreichbarkeit“. Frei nach dem Motto: Weil die Arbeit nie aufhört, muss der Mensch immer wieder mit der Arbeit aufhören – zumindest im Urlaub und am Sonntag. Deshalb fordert der KKV seit längerem eine "Kultur der Unerreichbarkeit" als Teil einer neuen Arbeitsphilosophie. Darüber hinaus setzt er sich für die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft ein und verleiht alle zwei Jahre den Ehrenpreis „Ehrbarer Kaufmann“. Mit dem Preis erinnert der KKV an eine alte Kernkompetenz des Verbandes: Das Ideal des "ehrbaren Kaufmanns". "Während der Begriff heute wieder eine gesellschaftspolitische Renaissance erlebt, hat der KKV als einstmals kaufmännischer Verband die Idee seit 1877 hoch gehalten und auch dann dazu gestanden, als es nicht unbedingt angesagt war, in Zeiten schneller Gewinne bodenständig, nachhaltig und sozial zu sein", betont der KKV-Bundesvorsitzende, Bernd-M. Wehner. Der Leitspruch des KKV "Ehrlich im Handel, christlich im Wandel" sei daher aktueller denn je.

Der KKV Leipzig, ehemals Katholisch-Kaufmännischer Verein, wurde am 20. September 1884 gegründet und arbeitete bis zu seinem Verbot durch die Nationalsozialisten im Jahr 1939 erfolgreich in der Stadt. Die Wiedergründung der Ortsgemeinschaft Leipzig erfolgte nach der Wende am 20. April 1991. „Der KKV Leipzig hat in der St. Bonifatiusgemeinde mit der Kaufmanns-Gedächtniskirche eine geistige Heimat gefunden“ so Waldemar Misch, der Vorsitzende des Leipziger KKVs. Die Kirche wurde zum Gedächtnis der gefallenen Kaufleute des 1. Weltkrieges vom KKV-Bundesverband gestiftet und in den folgenden Jahren bei erforderlichen Baumaßnahmen finanziell unterstützt.

Der Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. ist ein katholischer Sozialverband mit rund 80 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland. Informationen zum KKV erhalten Sie im Internet unter www.kkv-bund.de, oder unter 0201 87923-0.

Autor:

Bernd-M. Wehner aus Monheim am Rhein

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