Maria Theresia Opladen beim KKV: „Frauen geben Kirche Zukunft“

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Die Referentin, Maria Theresia Opladen, und der Vorsitzende des KKV Monheim, Herbert Süß.
Maria Theresia Opladen, bis vorige Woche langjährige Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), machte den zahlreich erschienenen Zuhörerinnen und Zuhörern beim KKV – Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, die Bedeutung ihres Verbandes deutlich. Die kfd ist der größte deutsche katholische Frauenverband mit 5.000 Pfarrgruppen.

Die kfd-Frauen arbeiten engagiert in ihren Pfarrgemeinden und tragen zum Leben der Gemeinden durch vielfältige Aktivitäten bei. „Der diakonische Auftrag der Kirche wird überwiegend von Frauen geleistet: Kleiderkammer, Besuchsdienst und die Betreuung der Flüchtlinge, um nur einige zu nennen. So treten wir seit Jahren dafür ein, dass Frauen in der Kirche leitende Ämter, Dienste und Aufgaben ebenso selbstverständlich übernehmen wie Männer,“ so die Referentin. Für Maria Theresia Opladen ist klar, dass es eine Überlebensfrage der Kirche sein wird, dass Priester und Laien partnerschaftlich zusammen wirken, als Getaufte und Gefirmte. Nicht nur den Frauen wird mehr Engagement abverlangt, sondern allen Laien.

Die kfd habe sich in den letzten Jahren zu einer gefragten Ansprechpartnerin auch in gesellschaftspolitischen Fragen entwickelt . „So wurde meine Lobbyarbeit in Berlin, z.B. bei der Mütterrente, von Erfolg gekrönt,“ stellte die Referentin heraus. Auch die politische Diskussion um den Schutz des Menschenlebens am Anfang und am Ende, und die gottgegebene Würde jedes Einzelnen, sei von der kfd beeinflusst worden. Bei der anschließenden Fragerunde ging es um die leitenden Ämter, Dienste und Aufgaben der Frauen in der Kirche, z.B. das Diakonat und die Predigterlaubnis. Erfreulich sei die Entscheidung von Papst Franziskus (Amoris laetitia), dass der Sakramentenempfang für wiederverheiratete Geschiedene nun in die seelsorgerischen Hände des Ortspfarrers gelegt wurde.

Die Abstimmung der vergangenen Woche über die „Ehe für alle“ wurde kontrovers diskutiert. Hierzu wurde die schriftliche Stellungnahme der neuen kfd-Bundesvorsitzenden, Mechthild Heil MdB, verlesen, die aus Gewissensgründen im Bundestag mit „Ja“ gestimmt hatte. In seinem Schlusswort dankte der KKV-Vorsitzende, Herbert Süß, der Referentin für ihren umfassenden Vortrag, der die Besonderheiten dieses anspruchsvollen Themas deutlich gemacht habe.
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