Mit Herz für die Tradition - Die Altstadtfunken laden zu ihrer Karnevalsdienstagssitzung ein

Anzeige
Die Altstadtfunken vor dem Berliner Reichstag. In Berlin sind die Monheimer gern gesehene Gäste. ^Foto: Privat
 
Das Aktiven Korps vor der Reichtagskuppel. Foto: Privat
Sie gehören zum Monheimer Karneval wie der Dom zu Köln: die Altstadtfunken. Seit fast 90 Jahren engagieren sie sich im heimatlichen Brauchtum und vor allem in der „schönsten Jahreszeit“.

Dazu gehören vor allem die Auftritte des uniformierten Korps. Das Highlight jeder Session ist jedoch die traditionelle Karnevalsdienstagssitzung, die in diesem Jahr am 28. Februar im Festzelt auf dem Schützenplatz stattfindet. Zu der großen Fangemeinde dieser Veranstaltung zählen inzwischen Karnevalisten aus ganz Deutschland. Sogar das Berliner Prinzenpaar hat den Altstädtern bereits seine Aufwartung gemacht.

Es ist zum einem das besondere Flair, das die Gäste zu schätzen wissen. Die Funken verwandeln das Festzelt durch eine liebevolle Dekoration in einen „kleinen Gürzenich“, in dem der Karnevalsausklang festlich und gemütlich zugleich gefeiert wird. Das geschieht in diesem Jahr zum 40. Mal. Zum anderen ist es der besondere Charakter der Sitzung, der die Karnevalisten aus Monheim und der weiteren Umgebung anzieht.

Die Altstadtfunken präsentieren in jedem Jahr „aus Funk und Fernsehen“ bekannte Spitzenkräfte. Gleichzeitig setzen sie neue Akzente mit Künstlern und Genres, die den Weg in die TV-Programme zwar noch nicht geschafft, aber in den großen Sälen ihre Feuertaufe bereits mit Bravur bestanden haben. Das bekannteste Beispiel ist das legendäre Süper-Duett, das seine Karriere in den 1970er Jahren unter anderem mit Auftritten in der Dienstagssitzung der Monheimer Funken startete.

Zu den bekannten Künstlern am 28. Februar gehört Knacki Deuser, einer der Mitbegründer der deutschen Comedian-Szene. Seine Spezialität ist es, die Absurditäten des Alltags in zündende Pointen zu packen. Ebenso Markus Krebs, der – so steht es in Kritiken – „direkt und mit einem Bier eine skurrile Geschichte nach der anderen raushaut“. Dass der Ruhrpottler einen so kometenhaften Aufstieg hingelegt hat, verdanke er nicht zuletzt auch seiner herzlichen und offenen Art, schreiben die Medien über seine Auftritte.

Und Lieselotte muss man einfach kennen lernen. Sie hat den Charme eines Elefanten im Porzellanladen, heißt es. Sie nimmt gern jedes Fettnäpfchen mit und bildet sich über alles und jedes ihr ganz eigenes Urteil - chaotisch und doch immer mit Strategie. Die noch nicht so bekannte Comedy-Dame hat in Monheim bereits heftige Spekulationen ausgelöst. Sie sei schwanger und könne bei den Altstadtfunken womöglich gar nicht auftreten, lautete ein über Facebook verbreitetes Gerücht. Ein Gerücht eben, denn „Liselotte Lotterlappen“ heißt mit bürgerlichem Namen Joachim Jung.

„Kölsche Klassiker in faszinierendem Gewand“, so lässt sich am besten beschreiben, was Norbert Conrads auf die Bühne zaubert. Er ist waschechter Tenor mit einer Stimme wie Pavarotti und ein Garant für Gänsehaut, wie Besucher einer großen Sitzung im – „richtigen“ Gürzenich berichten. Der Kontrast dazu sind die Funky Marys - die „Mädche vum Rhing“ - echte kölsche Power-Girls. Die beliebte Musikgruppe Klüngelköpp und die Swinging Fanfares mit PipesNDrums runden die musikalischen Elemente des rund viereinhalbstündigen Programms ab.

Eröffnet wird die Sitzung mit dem Einmarsch des Elferrats und des uniformierten Korps der Altstadtfunken. Dieses zeigt sodann ein letztes Mal in der Session seine Darbietungen. Dazu gehören auch die zwei neu einstudierten Tänze der „Aktiven“ und der „tanzenden Reservisten“, die schon gleich zu Beginn der Session für Furore gesorgt haben. Nach zwölf Monaten Training und einer wie immer anstrengenden Session legen sich die Akteure noch einmal kräftig ins Zeug. Traditionell ist das Monheimer Prinzenpaar Gast der Sitzung. Es wird am Ende, noch vor Beginn des Aschermittwochs, offiziell verabschiedet.

Newcomer auf der Bühne – aber auch im Publikum - das könnte ein Motto der Programmgestalter gewesen sein. Die Funken wollen mit diesem etwas anderen als landläufig üblichen Programm auch diejenigen ansprechen, die sich bisher nicht zum Besuch einer Karnevalssitzung entschließen konnten. Je mehr das sind, desto besser – auch für die Gäste. Wer zehn Karten kauft, braucht nur neun Karten zu bezahlen. Bestellungen unter 02173/50510 sowie unter www.altstadtfunken-monheim.de.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.