„Piwipper Böötchen“ ist startklar

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Ab dem 28. März wird das Piwipper Böötchen wieder an den Wochenenden und Feiertagen zwischen Monheim und Dormagen pendeln.
Das „Piwipper Böötchen“ ist startklar für die neue Saison. Am Samstag, 28. März, beginnt wieder der Fährbetrieb zwischen Monheim und Dormagen.


„Wir gehen mit froher Erwartung in die neue Saison“, sagt Heiner Müller-Krumbhaar, Vorsitzender des Vereins „Piwipper Böötchen“. In der Winterpause wurde die gesamte Technik gewartet, die Sicherheitseinrichtungen wie Rettungswesten und Feuerlöscher überprüft, und der Rostschutz erneuert. Außerdem ist die kleine Personenfähre nun mit einem AIS-System ausgerüstet. Neben der Berufsschifffahrt ist es seit Dezember 2014 auch Pflicht für Fähren. 2500 Euro kostet das Funksystem, über das das „Piwipper Böötchen“ auf dem Gewässer identifiziert werden kann.

Vor Saisonstart war das Boot noch einmal zur Kontrolle in der Werft und auch von dort gab es grünes Licht. „Propeller und Unterwasserschiff sind nicht beschädigt. Alles ist in bester Ordnung“, freut sich Müller-Krumbhaar. Er legt Wert darauf, dass alle Wartungsarbeiten von Fachfirmen gemacht werden: „Bei der Sicherheit gehen wir keine Kompromisse ein.“

Die kleine Fähre ist also startklar. Lediglich die schlechten Wetteraussichten für dieses Wochenende haben die Verantwortlichen dazu veranlasst, erst am nächsten Wochenende mit dem Fährbetrieb zu starten.

Bis zum 18. Oktober wird das „Böötchen“ dann wieder Spaziergänger, Radfahrer und Ausflügler über den Rhein bringen. Sollte der Herbst besonders schön werden, dann wird – wie auch im vergangenen Jahr – noch ein Wochenende drangehangen. 25 Personen können pro Fahrt dabei sein. Fahrräder, Rollstühle und Kinderwagen – auch Doppelkinderwagen bis 88 Zentimeter Breite – können problemlos transportiert werden. „Bisher haben wir alles durch die Bugklappe bekommen“, meint der Vorsitzende.

Innerhalb von zwei Jahren hat das „Piwipper Böötchen“ 50.000 Fahrgäste über den Rhein gebracht. Das geht natürlich nicht ohne das ehrenamtliche Engagement der insgesamt 40 Fährhelfer und sechs Schiffsführer. 72 Tage fährt das „Böötchen“ im Jahr. Die Fährhelfer sind jeweils einen halben Tag im Einsatz, kassieren und helfen beim Verstauen der Räder. „Wir freuen uns, dass wir bereits jetzt alle 144 Termine mit Helfern besetzt haben“, so Heiner Müller-Krumbhaar.

Auch die Schiffsführertermine stehen. Wolfgang und Stefan Hoffmann werden den größten Teil der Fahrten übernehmen. Stefan Hoffmann hat außerdem angeboten, die Nachtfahrten zu organisieren. Die sollen, nach dem großen Erfolg des Probelaufs im vergangenen Jahr anlässlich des Schürefestes, wieder angeboten werden.

Gelegenheiten dafür könnten, laut Müller-Krumbhaar, Feste in der Monheimer Altstadt, auf dem Monberg oder auch das große Schützenfest in Dormagen sein: „Wir wollen nicht den ganzen Abend durchfahren, sondern eine späte Tour gegen 23 Uhr oder Mitternacht anbieten. Natürlich wird das Boot solange hin und herfahren, bis alle Fahrgäste am Ziel sind.“

Das „Böötchen“ wird auch immer beliebter, um den Bund fürs Leben zu schließen. Sieben Trauungen sind bereits gebucht, am Donnerstag kam eine achte Anfrage hinzu. Die Trauungen werden immer samstags vor dem Beginn des Fährbetriebes stattfinden.

Nur eine Sache bereitet den Verantwortlichen Probleme. Immer wieder kommt es vor, dass im Anlegebereich der Fähre am Monheimer Ufer dicke Steine liegen. Die werden gerne genutzt, um zum Beispiel eine Feuerstelle zu errichten. Steigt das Wasser, verschwinden die Steine unter der Oberfläche und sind für den Schiffsführer nicht mehr sichtbar. Ein großes Schild an der Rampe weist auf das Verbot hin. Auch Müller-Krumbhaar appelliert noch einmal an alle, 20 Meter rund um die Anlegestelle keine Steine hinzulegen.

Das Verkehrsgutachten für den Rheinanleger, dass im vergangenen Herbst erstellt wurde, sieht sehr gut aus. Diese gute Nachricht hatte Bürgermeister Daniel Zimmermann den Vereinsmitgliedern bei der Versammlung am Donnerstagabend überbracht. Mit einer Kamera, die auf dem Dach des Hochhauses an der Marienkapelle installiert war, wurde vom Wasser- und Schifffahrtsamt Köln der Schiffsverkehr beobachtet. Dabei ging es um die Anzahl der Schiffe, die dort verkehren und wie sie die Außenkurve passieren. Bis zur endgültigen Genehmigung sind zwar noch einige Untersuchungen nötig. Doch Müller-Krumbhaar ist zuversichtlich: „Die erste große Hürde ist mit Bravour genommen.“

Infos:

- Vom 28. März bis zum 18. Oktober einschließlich fährt das „Piwipper Böötchen“ an Samstagen, Sonntagen sowie an Feiertagen jeweils von 10.30 Uhr bis zirka 18 Uhr.
- Die Überfahrt kostet zwei Euro, mit oder ohne Fahrrad. Für Kinder ist der Preis die Hälfte.
- Es dürfen jeweils maximal 25 Fahrgäste, auch mit Fahrrädern, auf dem Schiff befördert werden.
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