100 Oldtimer rollen wieder durch Saarn

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(Foto: PR-Foto Köhring/AK)
 
(Foto: PR-Foto Köhring/AK)

Autoliebhaber werden am 3. September im Dorf Saarn wieder ganz besonders auf ihre Kosten kommen. In nur vier Jahren hat sich der "Saarner Oldtimer Cup" zu einer festen Institution im Veranstaltungskalender entwickelt. Angefangen mit einer reinen Präsentation von 45 Wagen sind in diesem Jahr bei der Ausfahrt 100 Fahrzeuge involviert.

"Drei erfolgreiche Veranstaltungen verpflichten", weiß Andreas Schmelzer, Vorsitzender der veranstaltenden Werbegemeinschaft Saarn. Mit Moderator Hartmut Mäurer, der als Pressesprecher der Sparkasse bereits die Automobilausstellungen organisierte, dem Automobilcub Mülheim und Auto Wolf hat die Werbegemeinschaft aber weiterhin exzellente Partner an ihrer Seite. "Der Spaß an klassischen Automobilen ist immer größer geworden", erklärt Mäurer, weshalb der Oldtimer Cup so schnell wachsen konnte. Ein Veranstaltungsführer listet 800 Oldtimer-Events in Deutschland auf. Im nächsten Jahr sind es mindestens 801. "Dann sind wir auch drin", sagt Mäurer stolz. Für WGS-Geschäftsführerin Margit Schettler ist vor allem die entspannte Atmosphäre eines der Erfolgsgeheimnisse. "Es gibt überhaupt keinen Neidfaktor. Die Fahrer untereinander und auch die Besucher freuen sich einfach mit", erklärt sie.

Seit Donnerstag läuft die Anmeldung. Das Mindestalter der Oldtimer beträgt 35 Jahre. Die Veranstaltung ist auf 100 Autos beschränkt. Sollten mehr Anmeldungen eingehen, treffen Hartmut Mäurer und Klaus Bierhoff vom Automobilclub Mülheim nach dem Nennschluss am 3. Mai die Entscheidung. Dabei geht es vor allem um die Vielfalt der Wagen. "Letztes Jahr haben wir ein Auge zugedrückt und hatten 108 dabei", sagt Mäurer. Kurzfristig wurde noch ein Porsche 904 GTS eines Mülheimers mit reingenommen. Ähnliches ist auch diesmal nicht ausgeschlossen. Mäurer: "Wenn morgens noch James Bond anruft und seinen Aston Martin aus Goldfinger anbietet ..."

Startschuss zur Ausfahrt fällt um 8.30 Uhr

Ab 8.30 Uhr geht es von Auto Wolf an der Düsseldorfer Straße los. Der Mittagspunkt der fast 200 Kilometer langen Strecke ist Hagen. Von dort aus geht es über Sprockhövel zurück. "Wir mussten einen Ort finden, wo wir mittags 100 Autos und 200 Leute unterbringen können. Außerdem müssen für alle durchfahrenen Orte Genehmigungen enigeholt werden", beschreibt Mäurer, welche Arbeit im Vorfeld nötig war. Gegen 15 Uhr treffen die Oldtimer im Dorf Saarn ein. Auf einer Rampe gegenüber dem Pastor-Luhr-Platz werden sie vom Moderator einzelnen vorgestellt.

Eines der ältesten Modelle dürfte dann auch der Austin A7 Chummy von Klemens Keyser sein. Der Mülheimer hat sich das Schätzchen aus dem Jahr 1927 vor acht Jahren zugelegt. "Den größten Wert haben die Oldtimer, wenn der Originalmotor immer noch derselbe ist", erklärt er. Schließlich sind solche Klassiker auch eine Wertanlage - ein Garagengold, wie es Norbert Barthel, Besitzer eines Auto Union 1000 Sport, bezeichnet. Viele Oldtimer gewinnen mit den Jahren an Wert. Auch die Automobilindustrie hat dies erkannt und fertigt alte Ersatzteile in modernem Stil, aber in altem Gewand wieder an. Diese Entwicklung verdeutlicht Harmut Mäurer an Hand einer Anekdote. 1976 lehnte er im Rahmen der Eröffnung des Parkhauses unter dem Viktoriaplatz das Angebot für einen Flügetürer ab. 67.000 DM waren einfach zu viel. Heute wäre der Wagen 1,3 Millionen Euro wert.
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