Befreite Moderne - Ausstellung im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

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Blick auf das Bild: Rolf Müller-Landau, Der kleine Katzenhai, 1947
Mülheim an der Ruhr: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr |

Parallel zur Erinnerungsarbeit der Berliner Künstlerin Franek „als die Soldaten Schäfer waren“ zeigt das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr die Ausstellung „Befreite Moderne. Kunst in Deutschland 1945-1949“. Beide Ausstellungen ergänzen sich sehr gut.

Die umfangreiche Übersichtsausstellung „Befreite Moderne. Kunst in Deutschland 1945-1949“geht der Frage nach, wie es um die Kunst in Deutschland kurz nach Kriegsende bestellt gewesen ist. Die Schau konzentriert sich auf die Jahre der Besatzung durch die Alliierten nach Kriegsende bis zur Gründung der zwei deutschen Staaten, BRD und DDR.

In über 100 Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und Fotografien von 45 KünstlerInnen spiegelt sich der Prozess der Wiederbelebung und Weiterentwicklung der Modernen wider. Trotz Mangel und Entbehrungen, waren die Jahre zwischen 1945 und 1949 künstlerisch produktiv. Es herrschte eine positive Aufbruchsstimmung, obwohl es durchaus auch Spannungen und Widerstände gab. Es entwickelten sich zeitgleich unterschiedliche künstlerische Positionen und Ausdrucksformen. Da wurden gegenständliche, abstrakte, surreale oder experimentelle Ansätze diskutiert, Künstlerbünde gegründet. Eine schöpferisch ereignisreiche Zeit, die aber bald von Spannungen zwischen den Westalliierten und der ehemaligen Sowjetunion überschattet wurde. Eine sehr gut aufgestellte, fundierte Ausstellung durch 4 Räume, für die man sich genügend Zeit nehmen sollte.

Ausgestellt sind vorwiegend die Arbeiten, die für die Erneuerung der Moderne als grundlegend gelten. Neben noch heute bekannten Künstlernamen, sind aber auch KünstlerInnen darunter, die heute vergessen sind.

Künstler und Künstlerinnen der Ausstellung: Carl Barth, Heinz Battke, Willi Baumeister, Max Beckmann, Hubert Berke, Julius Bissier, Constant, Joseph Fassbender, Gerhard Fietz, Adolf Richard Fleischmann, Edvard Frank, Werner Gilles, K. O. Götz, Bruno Goller, Thomas Grochowiak, Hans Hartung, Werner Heldt, Peter Herkenrath, Hannah Höch, Marta Hoepffner, Karl Hofer, Otto Hofmann, Jeanne Mammen, Georg Meistermann, Oskar Moll, Erich Mueller-Kraus, Rolf Müller-Landau, Ernst Wilhelm Nay, Emil Nolde, Petra Petitpierre, Marie-Louise von Rogister, Ludwig Gabriel Schrieber, Bernard Schultze, Heinrich Siepmann, Elsa und Hans Thiemann, Hann Trier, Heinz Trökes, Theodor Werner, Fritz Winter und Wols.

Der sorgsam zusammengestellte Katalog zur Ausstellung wurde vom Land NRW gefördert und ist im Museumsshop erhältlich.

Die Ausstellung läuft bis zum 10. Januar 2016.
Mehr Informationen unter www.kunstmuseum-mh.de

Hier einige Fotografien von meinem Rundgang.

Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
mit Stiftung Sammlung Ziegler
Synagogenplatz 1
45468 Mülheim an der Ruhr
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2 Kommentare
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Margot Klütsch aus Düsseldorf | 28.10.2015 | 22:15  
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Andrea Gruß-Wolters aus Duisburg | 30.10.2015 | 13:19  
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