Das Buch ist rot und dick

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Literaturrätsel

Aus welchem Buch? Stammt dieses Zitat. Es lässt sich. Mit Hilfe des Internets. Lösen.

Der den Regeln spottende Satzbau „ohne Komma. Aber mit Punkt“ ist ein Stilelement, an das man sich schnell gewöhnt und welches dann sehr erfrischend wirkt. Hebt es doch einzelne Satzelemente stärker als üblich hervor:

„Aber auch sein Verhalten gegenüber Frauen. Begann sich nun zu verändern. Und das. Nicht etwa zum Guten. Eben weil er ja nun den Beweis hatte. Daß nichts für die Ewigkeit war. Und daß der Tod, dieser elende Lump, auch vor einem frisch vermählten Paar nicht Halt machte. Sein geliebter Bruder E., die' Treue und Güte in Person, ein junger Mann, der die Frauen - nein: seine Frau - auf Händen trug (andere Frauen gab es für ihn gar nicht!), den hatte es brutal und unbarmherzig dahingerafft.
Ausgerechnet ihn! Für G. der Beweis. Daß sieh ein gutes und anständiges Leben gar nicht lohnte. Daß sich ein gutes und anständiges Verhalten Frauen gegenüber gar nicht lohnte. Denn was hatte man schließlich davon? Wenn man im Alter von Achtundzwanzig im Sarg lag. Und zwei Meter unter der Erde verscharrt wurde. Und außer dieser einen, einzigen Frau, der Ehefrau, keine andere sexuelle Erfahrung hatte machen können.
Nein. Er selbst würde aus dem Vollen schöpfen. Das war klar. Überdies war keine Frau der Welt es wert. Sich ewig und einzig und allein an sie zu binden. Daheim hatte er ja schließlich Frauen genug. Eine verrückter. Als die andere. Das reichte ihm. Voll. Und ganz. Da mußte er sie sich nicht auch noch zusätzlich aufhalsen. Frauen. Diese seltsamen Wesen. Wie von
einem anderen Planeten. Von der Venus. Nichts konnte man ihnen recht machen. Frauen. Die immerzu reden mußten. Und kritisieren. Und kommentieren. Die immerzu unglücklich waren. Warum auch immer. Auch wenn alles um sie herum gut - nein: perfekt - lief. Und doch halten sie ständig etwas zu meckern. Etwas zu bemängeln. Denn in ihnen selbst.
War niemals alles gut. Da verlief niemals alles reibungslos. Da herrschte stets eine gewisse Dissonanz, vor. Eine Disharmonie. Wenn nicht gar Chaos. Frauen. Können scheinbar gar nicht glücklich sein. Dachte er. Denn sie wollen es offensichtlich gar nicht. Vor allem aber. Sind sie mit ihren Männern niemals zufrieden. Trink nicht so viel! Rauch nicht so viel! Schau nicht so den anderen Frauen hinterher!“ …
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5 Kommentare
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Gottfried (Mac) Lambert aus Goch | 03.01.2018 | 19:22  
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Franziskus Firla aus Mülheim an der Ruhr | 04.01.2018 | 06:04  
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Franziskus Firla aus Mülheim an der Ruhr | 04.01.2018 | 16:56  
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 06.01.2018 | 13:12  
57.529
ANA´ stasia Tell aus Essen-Ruhr | 06.01.2018 | 13:50  
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