Eine Begegnung mit Pina Bausch und Karl Heinz Steckelings

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PR Fotografie Köhring; Dr Jörg Schmitz;Inge Kammerichs; KH.W. Steckelings

Freunde des Tanztheaters und Liebhaber der ausdrucksstarken Schwarz-Weiß-Fotografie sollten es nicht versäumen, zwischen dem 18. Februar und dem 29. April in der Camera Obscura zwischen Ringlokschuppen und Schloss Broich vorbeizuschauen.

Denn dieser Zeit präsentiert dort der aus Wuppertal kommende Fotograf und Filmemacher Karl-Heinz-Steckelings Fotos, die er 1973 und 1974 bei den ersten Proben der damals neu ans Tanztheater Wuppertal berufenen Choreografin, Tanzpädagogin und Ballettdirektorin Pina Bausch gemacht hat. "Das Pina Bausch, die in ihrem Ballett erstmals Tanz, Schauspiel und Pantomime miteinander verband weltberühmt werden sollte, war damals angesichts einige vernichtenden Pressekritiken nicht abzusehen", erinnert sich der 87-jährige Steckelings an seine Zusammenarbeit mit der 2009 verstorbenen Pina Bausch.

Seine Schwarz-Weiß-Fotografien, die seiner Zeit für Presseveröffentlichungen, Theaterprogramme und Plakate gemacht wurden waren auch schon an der Wirkungsstätte von Pina Bausch sowie in anderen deutschen Städten zu sehen.
Jetzt zeigt Steckelings, der ein Meister und Verfechter der kontrastreichen und analogen Schwarz-Weiß-Fotografie ist, seine lebendigen und berührenden Aufnahmen aus dem Tanztheater der Pina Bausch und ihrer Kompanie in dem Museum zur Vorgeschichte des Films, das nur deshalb entstehen konnte, weil er dafür über 1000 Exponate aus seiner Sammlung dafür zur Verfügung stellte.

Sehenswert und unverwechselbar

Steckelings Pina-Bausch-Fotografien sind sehenswert und unverwechselbar, weil sie die ganze Intensität und Emotion widerspiegeln, die Menschen Tanztheater oder auch andere Kunst schaffen lässt. "Ich habe mich immer am Rande der Probenarbeit aufgehalten und mich für Pina und ihre Tänzerinnen und Tänzer unsichtbar gemacht, in dem ich ohne Stativ und Blitz gearbeitet habe", erinnert sich Steckelings an sein "sehr intensives" Pina-Bausch-Jahr. So können wir heute sehen, dass es Karl Heinz Stecklings, der als junger Mann selbst Ballettunterricht nahm, vor 45 Jahren gelungen ist, den Objekten seiner Kamera und deren Objektiv nahe, aber nicht zu nahe zu kommen. Die Vernissage in der Camera Obscura beginnt am 18. Februar um 11 Uhr. Die Fotoausstellung im Museum zur Vorgeschichte des Films ist jeweils während der Öffnungszeiten (mittwochs bis sonntags jeweils von 10 bis 17 Uhr)  zu sehen. Thomas Emons
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