Extraschicht wandelt zwischen Feuer und Eis

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Die Firedancer werden den Besuchern in der MüGa einheizen. (Foto: Firedancer)
 
Eisdesigner Horst Birekoven stellt im Aquarius eine zwei Meter große Eisskulptur her. (Foto: Horst Birekoven)

Die Extraschicht, die jährliche Nacht der Industriekultur hat auch immer etwas von einer Qual der Wahl. 46 Spielorte im gesamten Ruhrgebiet laden diesmal am Abend des 24. Juni zum Entdecken ein. Auch Mülheim ist mit zwei Standorten dabei. Dass einer davon eigentlich drei Veranstaltungsorte mit einschließt, zeigt die Manigfaltigkeit des Angebots. Die Qual der Wahl eben.


Im offiziellen Programmheft sind das Aquaris Wassermuseum und die MüGa als offizielle Veranstaltungsorte aufgeführt. Letztere umfasst aber bekanntlich auch den Ringlokschuppen und die Camera Obscura, die beide mit eigenen Events die Besucher anlocken möchten. Die Extreme wandeln dabei zwischen Feuer und Eis.

Eisskulpturen im Sommer? Klingt schonmal spannend und war zudem ein lang gehegter Wunsch von Beate te Kloot, Museumspädagogin im Aquarius. Aus einem zwei mal zwei Meter großen Eisblock stellt Künstler Horst Birekoven ein Relief her. Um den kristallklaren Glanz herzustellen, wird zuvor kochendes Wasser schockgefroren. Für die musikalische Untermalung sorgt die Ruhr River Jazzband. Drinnen gibt es eine Fotoausstellung mit Eisbildern aus Island zu bestaunen, während Stefan Schäfer aus "Die Schrecken des Eises under Finsternis" liest.

Eis? Damit können die in der MüGa auftretenden Künstler wenig anfangen. Die "Firedancer" werden den Besuchern am späten Abend mächtig einheizen. Ab 22 Uhr finden stündlich Shows auf der Drehscheibe statt - um 23 Uhr mit Lasereffekten, um 24 Uhr gibt es eine finale Pyroshow. Los gehen die Aktivitäten im MüGa-Park aber schon um 18 Uhr, so dass der Park ab 16 Uhr für Besucher ohne Eintrittskarte gesperrt ist. Danach werden die Besucher im Broicher Schlosshof bereits mit der richtigen Klanguntermalung empfangen.

Acht Tonnen Reis werden im Ringlokschuppen verteilt

Die Camera Obscura lädt unter anderem zu einer bereits seit dem 11. Juni laufenden Foto-Sonderausstellung ein. "Uferläufer" zeigt den RuhrtalRadweg aus ungewohnten Blickwinkeln. "Damit schlagen wir bereits die Klammer zum nächsten Jahr, wenn wir auch an den Radschnellweg angebunden sein werden", sagt Dr. Jörg Schmitz.

Das gesamte Programm in der MüGa steht aber unter dem Motto "Fire and Reis". Denn im Ringlokschuppen werden ab der Extraschicht für eine Woche lang acht Tonnen Reis verteilt liegen. Der künstlerische Leiter Matthias Frense konnte die britische Künstlergruppe "Stans Café" gewinnen. An Hand von kleinen und großen Reisbergen machen die Briten auf politische und soziale Wahrheiten aufmerksam. "Wir sind schon sehr begeistert von diesen Leuten, weil sie Bildung und Kultur wunderbar vermischen", sagt Frense. Außerdem kann im Hidie Hoh ab 22 Uhr fröhlich getanzt werden. Ein DJ legt auf.

Tickets kosten im Vorverkauf 17 Euro

Tickets für die Extraschicht 2017 gibt es noch bis zum 23. Juni für 17 Euro auf www.extraschicht.de, an allen Spielorten, in Leserläden, Touristinformationen, ADAC-Geschäftsstellen, DB-Reisezentren oder allen DB-Fahrkartenautomaten. Am Veranstaltungstag selbst kostet die Karte 20 Euro. Darin inbegriffen ist die freie Fahrt im Nahverkehrsnetz des VRR und VRL am 24. Juni und am 25. Juni bis sieben Uhr morgens. Insgesamt werden zudem 150 Shuttelbusse zu den Veranstaltungsorten eingesetzt.
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