Grammygewinner Philipp Lassiter erobert die SOL Kulturbar - Interview auf Eventkompass

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Mit sechs Grammys dekoriert - Phillip Lassiter gastiert am Samstag, 8. August, in der SOL Kulturbar in Mülheim. (Foto: Lassiter)
 
Mit sechs Grammys dekoriert - Phillip Lassiter gastiert am Samstag, 8. August, in der SOL Kulturbar in Mülheim. (Foto: Lassiter)
Mülheim: SOL Kulturbar |

Phil Lassiter, einer der erfolgreichsten Trompeter der Musikszene und an insgesamt sechs Grammys beteiligt, plauderte vor seinem Konzert im SOL in Mülheim an der Ruhr mit dem Eventkompass.



Erzählen Sie uns ein wenig über den Menschen und Künstler Phil Lassiter?
Philipp Lassiter: „Mein Job ist es, für Künstler wie Prince, Kirk Franklin, Kelly Rowland und viele andere mehr zu komponieren - auch Akorde - und diese oder andere wenn gewünscht auch mit der Trompete einzuspielen. “

Was zeichnet den Künstler Phil Lassiter aus und macht ihn so erfolgreich?
„Ich denke, dass ich glücklicherweise die angeborene Fähigkeit habe, musikalische Kompositionen zu einem überzeugenden Ganzen zusammenzusetzen. Dabei hilft mir sicher meine Fertigkeit mit Trompeten oder Hörnern umzugehen und deren spezielle Fähigkeiten in Pop-Songs einzugliedern. Zudem versuche ich dem Komponisten zu helfen, die Geschichte des Liedes zu erzählen - damit der Song nicht aus ein paar zufälligen Noten und Ideen besteht.“

Sie waren am Gewinn von sieben Grammysbeteiligt. Welche dieser begehrtesten Auszeichnungen der Musikwelt ist Ihnen am wertvollsten?
„Um ehrlich zu sein, waren es eigentlich nur sechs. Ich habe diese Auszeichnungen für mein Arrangement von Trompeten und Klarinetten auf verschiedenen Alben von Kirk Franklin und Fred Hammond erhalten. Sie sind alle für mich wertvoll, aber die, die ich für die Zusammenarbeit mit Kirk Franklin erhalten habe, ist für mich persönlich etwas Besonderes. Denn für ihn habe ich ein Stück von Stevie Wonder umarrangiert. Und Stevie ist für mich ein Riesenvorbild.“

"Der Grammy für die Zusammenarbeit ist für mich etwas besonderes, da ich ein Stück von Stevie Wonder umarangiert habe." Philipp Lassiter


Sie haben mit vielen bekannten Künstlern zusammen gearbeitet. Welcher ist Ihnen besonders im Gedächtnis haften geblieben und von welcher Zusammenarbeit haben Sie am meisten profitiert?
„Immer von der, an der ich gerade aktuell arbeite. Wirklich. Ich lebe eigentlich nur in der Gegenwart. Aber besonders spannend waren zwei Tage zusammen mit Prince im Aufnahmestudio. Wir haben mit den elf Künstlern von NPG Horns zusammen im Studio gearbeitet. Zwar ist keines unserer Stücken letzendlich veröffentlich worden, aber diese Tage im Studio waren eine der größten musikalischen Erfahrungen, die ich bisher gemacht habe.“

Sie haben sehr lange und erfolgreich mit „Prince“ zusammen gearbeitet. Wie ist es zu dieser Zusammenarbeit gekommen und wie haben Sie aus dieser mitgenommen?
„Prince ist ein einfach ein musikalisches Genie und gleichzeitig einer der am härtesten arbeitenden Musiker, die ich jemals getroffen habe Ein Kollege hat mich empfohlen, ich habe vorgespielt und Prince hat gefallen, was er gehört hat. Wir haben insgesamt fast zwei Jahre sehr intensiv zusammen gearbeitet und ich habe viel gelernt. Ich habe jetzt schon eine zeitlang nichts mehr von ihm gehört, aber, was soll ich sagen, wenn er sich jetzt melden würde, wäre ich sehr glücklich und würde sofort mit vollem Engagement loslegen.“

Sie haben mit so vielen Weltstars zusammen gearbeitet, wie kam es zu Ihrem Engagement hier am kommenden Wochenende in Mülheim in der SOL Kulturbar?
„Der Grund war Simon Oslender. Wir haben uns im Netz auf einer Musikerplattform getroffen, ich habe mir etwas von ihm angehört und war geflasht, so gut ist der Junge. Aus diesem Kontakt hat sich die Idee verfestigt, während meines kurzen Europa-Trips eine Show zusammen zu machen. Herausgekommen ist der 8. August in Mülheim. Wir werden einen sehr abwechslungsreichen Auftritt anbieten, dabei die Musik von verschiedenen Künstlern performen. Von mir werden es Songs von meinen Alben „Philthy“ und „Dream Zzz“ sein. Die Stücke sind eine Mischung aus Soul, Funk und Jazz.“


Quelle: YouTube/Eingestellt von Philipp Lassiter

Was steht nach Ihrem Auftritt hier in Mülheim als Nächstes an, welche neuen Projekte stehen an?
„Im Mittelpunkt steht jetzt erst einmal die Karriere meiner Frau Josephine. Sie ist eine tolle Sängerin, die solo aber noch nicht so viel gemacht hat. Wir haben uns in ihrer Heimat Curaçao kennen gelernt, als ich dort mit Prince auf Tour war. Es war Liebe auf den ersten Blick. Wir werden jetzt zusammen einige Shows spielen und ihre Karriere damit voranbringen. Wir haben auf ihrer Internetseite zwei Singles und ein Video veröffentlicht und arbeiten gerade an mehreren weiteren Songs, von denen einer vom wahnsinnig talentierten Texter und Produzenten Tommy Simms gestaltet wurde.“

Zur Person:
Phil Lassiter ist als Sohn eines Predigers in Mobile, Alabama am 10. September 1975 geboren worden. Aufgewachsen im Mittleren Westen fühlte er sich immer als echter Südstaatler. Mit fünf Jahren bekam er bereits Klavierunterricht, mit neun Jahren kam Trompete dazu. Früh spielte er bereits in der Schulband und liebte den Jazz und den Blues. Frühe Vorbilder waren Louis Armstrong und Harry James. Auf der High School und dem College kamen Miles Davis und Chet Baker dazu. Im Laufe der Jahre durfte er mit Idolen wie Prince, Tommy Sims, Fred Hammond oder Kelly Rowland arbeiten. Er ist streng gläubig, glaubt an die Kraft der Musik und daran, dass man sich als Künstler ständig weiterentwickeln muss.
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