Ringlokschuppen in Mülheim vor dem Aus - Acht Mitarbeiter müssen wohl gehen

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Kurz vor der Insolvenz steht der Betreiberverein des Ringlokschuppens. Ihn drücken aktuell über 400.000 Euro an Verbindlichkeiten, die bis zum Jahresende beglichen werden müssten. (Foto: PR-Foto Köhring)
Mülheim an der Ruhr: Ringlokschuppen |

Der Ringlokschuppen steht vor dem Aus. Angesichts von 400.000 Euro Verbindlichkeiten und einer drohenden Insolvenz versucht der Verein Kultur im Ringlokschuppen mit einem radikalen Sanierungskonzept die finanzielle Schieflage auszugleichen.


Auf einer eilends einberufenen Sitzung des Beirats, der dieses Jahr extra zur finanziellen Kontrolle des defizitär arbeitenden Kulturbetriebes eingesetzt wurde, kam die Schieflage des Ringlokschuppens erst in der vergangenen Woche ans Tageslicht. Angesichts der Differenz zwischen den zunächst vorgelegten durchaus überzeugenden Zahlen im Oktober und den deutlich schlechteren, die jetzt erst offenbar wurden, zogen Geschäftsführer Peter Krause und der Künstlerische Leiter Holger Bergmann die Konsequenzen und traten von Ihren Ämtern zurück.

Geschäftsführer und Künstlerischer Leiter treten zurück


Um der drohenden Insolvenz - bis zum Ende des Jahres müssten die offen stehenden Verbindlichkeiten, unter anderem etwa auch an die Mülheimer Stadtmarketing (MST) für die Nutzung der Stadthalle, aus dem Weg zu gehen, wurde nun Matthias Frense, seit 2006 Dramaturg am Ringlokschuppen und maßgeblicher Initiator des Theaterprogramms, mit der Ausarbeitung eines tragfähigen Konzepts beauftragt.zu entwickeln. In enger Zusammenarbeit mit dem Kulturdezernat der Stadt und der Mülheimer Beteiligungsholding hat Frense einen einschneidenden Konsolidierungskurs entworfen, um den Ringlokschuppen nach einer Übergangsphase bis 2016 auf eine solide Basis zu stellen. Grundsätzlich sollen die Fixkosten von Personal und Miete durch den städtischen Zuschuss gedeckt werden und nur noch punktuell und in Projektmittels abgerechnet werden. Dies bedeutet etwa, dass der Ringlokschuppen sein Personal von 18 auf 10 Mitarbeiter reduzieren muss.

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