Roncalli's Panem et Circenses: Besinnlicher Einstieg in die Weihnachtszeit

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Kellnerin Masha darf im Spiegelzelt nicht fehlen. (Foto: Veranstalter, eingestellt von Eventkompass.de)
Essen - Alle Jahre wieder besuche ich die Vorstellung von "Roncalli's Panem et Circenses" im historischen Spiegelzelt am Jagdhaus Schellenberg in Essen. Für mich ganz klar der Startschuss für die besinnliche Weihnachtszeit. Allein schon, wenn ich auf den Parkplatz fahre und einen Blick auf die beleuchteten Bäume rund um das Restaurant werfe, schalte ich ab und lasse den Alltag hinter mir - nicht zuletzt natürlich mit dem Wissen, was mich hinter den Toren des alten Zeltes erwartet.

Und das war in diesem Jahr: Paris. Unter dem Motto „Ça c’est Paris“ entführte Chanteuse Laure Bontaz die Besucher auf eine Reise ins aufregende Paris, sang von der Stadt der Liebe, den goldenen 20er-Jahren und versprühte dabei einen Hauch französische Nostalgie. Gemeinsam mit Zauberer Gregory Bellini führte sie durch den Abend voller Liebe und Leidenschaft - und hielt mich vor allem durch die vielen Kostümwechsel in Atem. Auf diese Frau wird ein Mann wohl kaum warten müssen, im Gegenteil. Schneller würde sich auch ein Mann nicht für den Abend fertig machen können. Immer mit dabei: drei häufig leicht bekleidete Tänzerinnen, die unter anderem mit dem Can-Can begeisterten. Ebenfalls auf der Bühne: der zweiköpfige Pantomime Jèrome Murat, der Tempo-Jongleur Semen Krachinov und Handstandkünstlerin Shenea Booth.

Immer mit dabei: Kellnerin Masha

Die Ringe fest im Griff hatte an diesem Abend Alla Klyshta, dem ein oder anderen vielleicht schon durch die Castingshow "Das Supertalent" auf RTL bekannt. Erstaunlich, wie viele dieser schweren Hula Hoop-Reifen eine so zierliche Person um ihren Körper kreisen lassen kann. Wahre Liebe war bei dem frisch vermählten Ehepaar Duo Rose zu spüren. Sie verzauberten am Trapez - und krönten ihren Auftritt mit kleinen Küsschen zwischendurch. Ganz auf sich konzentriert war auch das Duo Silver Power. Die Adagio-Akrobaten beeindruckten durch schiere Muskelkraft gepaart mit schierer Eleganz.
Quasi schon zum Inventar des Spiegelzeltes gehört Masha. Wie in den Jahren zuvor kümmerte sich die rotgelockte Kellnerin vor allem um das Wohl der männlichen Gäste, goss Wein nach, legte die Serviette zurecht oder machte dem starken Geschlecht schöne Augen.

Kulinarische Grenzen überschritten

Dass ich bei meinen bisherigen Besuchen im Spiegelzelt immer wieder etwas gegessen habe, das sonst so gar nicht auf meinem Speiseplan stehen würde, war mir nicht neu. Grenzen hatte ich allerdings trotzdem. Gezogen wurden die meist bei Meerestieren/-früchten. Nicht so an diesem Sonntagabend: Chef de Cuisine Andreas Mattern hatte es doch tatsächlich geschafft, mich von gebratenen Riesengarnelen zu überzeugen. Zwar werden auch die nicht unbedingt mein Leibgericht, lecker waren sie aber trotzdem. Und das lag nicht allein an den Beilagen (Paprikamark und marinierte französische Minilinsen). Richtig gefreut habe ich mich auf den Zwischengang: Crèmesüppchen von Fenchel und Curry mit Medaillons vom Lachs. Ich gestehe: Selten habe ich so guten Fisch gegessen. Ähnlich erging es mir mit dem Hauptgang: Barbarie-Entenbrust mit karamellisierter Orangenjus, glasiertem Spitzkohl und Kartoffelsoufflé. Wie immer fast am besten: die Soße. Zum krönenden kulinarischen Abschluss gab es Crème brulèe mit Bourbon-Vanilleeis und Schokoladenstäbchen. Ein Genuss, kann ich nur sagen.

Vorstellungen laufen noch bis zum 18. Januar

Wer ebenfalls eine unterhaltsame und kulinarische Reise in Frankreichs Hauptstadt unternehmen möchte, hat noch bis zum 18. Januar kommenden Jahres die Gelegenheit dazu. Tickets für „Ça c'est Paris“ kosten zwischen 110 und 120 Euro. Für 35,50 Euro kann eine Getränkepauschale dazu bestellt werden. Buchbar sind die Tickets werktags von 10 bis 17 Uhr unter Tel. 0201/7994160 und online auf www.roncalli-essen.de.
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