Rüdiger Hoffmann: Da kann man mal lachen ...

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Verschmitzt erzählt Rüdiger Hoffmann von seinem Leben mit seiner Bekannten und deren Freunden. (Foto: Veranstalter)

Fast ausverkauft war der Ringlokschuppen in Mülheim als der Paderborner Comedian Rüdiger Hoffmann am Samstag, 21. Januar, um 20 Uhr die Bühne betrat. "Ich hab's doch nur gut gemeint" heißt das aktuelle Programm zum 30-jährigen Bühnenjubiläum des Künstlers. Und nicht nur Fans fühlten sich an Altbekanntes erinnert.

Für aktuelle, politische Comedy ist der Paderborner ja eher nicht bekannt. Seine Komik beruht auf der langsamen Sprechweise, gepaart mit mimischen Verrenkungen und Erzählungen aus dem Leben mit seiner "Bekannten" und deren Pädagogik- und Buchhalter-Freunden Monika und Hans-Peter.

Da werden Klischees überspitzt, Pointen durch zahlreiche Wiederholungen bis ins Letzte ausgereizt. Fans biegen sich schon beim Einstieg der Erzählungen vor Lachen. "Ich weiß nicht, ob sie's wussten ..." Und schon brüllt der Saal, jedes Mal - seit 30 Jahren.

Die zurückhaltenderen Besucher grinsen spätestens am Ende der kuriosen Episoden, wenn Hoffmann mit trockenstem Paderborner Humor erkennt: "Kann man mal machen, muss man aber nicht!"

Das galt auch für Hoffmanns Versuche, Fremdenfeindlichkeit und deutsches Spießertum vorzuführen. Es war wie der Rest des Programms zwar analytisch gut beobachtet, gelang aber leider nicht witzig.

Richtig gut wurde Rüdiger Hoffmann, wenn er sich an den Flügel setzte und untermalt von einfachen, aber gekonnt gespielten Melodien, seine Geschichten in muntere Lieder verpackte. Ob es um den Männerschnupfen ging oder um das Sangria-Eimer-Verbot am Ballermann - das Publikum sang lautstark mit.

Auch wenn diese Art der Comedy seit 30 Jahren unverändert und austauschbar scheint, war es ein gelungener Abend. Und da Lachen ja bekanntlich gesund ist, war der Besuch im Ringlokschuppen ein echter Gewinn!
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