Tabea Braun und Naomi Schenck mit dem Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft in Mülheim ausgezeichnet

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Fröhliches Quartett. Oberbürgermeister Ulrich Scholten, erstmals mit Amtskette, die beiden Preisträgerinnen Naomi Schenck und Tabea Braun, und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Mülheim, Martin Weck (v.l.). (Foto: Joshua Belack)
Mülheim an der Ruhr: Sparkasse Mülheim an der Ruhr |

„Irgendwie war mir schon bewusst, dass da etwas hinter meinem Rücken läuft. Mein Mann hat ständig mit irgendwelchen Menschen telefoniert. Und irgendwann wurde ich dann angerufen, da war ich gerade beim Shoppen mitten in Berlin und war plötzlich Ruhrpreisträgerin. Cool“, so sprudelt es aus Tabea Braun, einer der beiden Gewinnerinnen des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft, am Rande der Preisverleihung in der Sparkasse Mülheim nur so heraus.



Der Rahmen für die diesjährige Verleihung im neu gestalteten Foyer war wahrlich festlich, Oberbürgermeister Ulrich Scholten hatte extra erstmals seine goldene Amtskette angelegt und das Duo Christian Beckers und David Herzl sorgte mit heißen Klang-Improvisationen für den musikalischen Rahmen.
Dazu gab es mit Anna Heesen und Joe Bausch zwei bestens aufgelegte Laudatoren, die die Vielseitigkeit, Kreativität, aber auch vor allem die menschliche Seite der Preisträgerinnen schonungslos offenbarten. So plauderte die Schauspielerin in ihrer Lobeshymne auf Tabea Braun gut gelaunt aus dem Nähkästchen, machte erst Brauns Mann einen Heiratsantrag, „der ist so süß und ich will unbedingt seinen Nachnamen haben. Anna Nass ist doch ein super Künstlername.“ In die Lachsalve platzierte sie den nächsten komödiantischen Höhepunkt, als sie Brauns Vorliebe für Knack- und Backteig als provisorische Gesichtsmaske für Schauspieler auf der Bühne am lebenden Objekt vorführte.


Aus Knack und Back-Teig Masken formen

Angesichts dieser ungewöhnlichen und einprägsamen Laudatio auf Tabea Braun ließ sich Schauspieler Joe Bausch (Foto mit Naomi Schenck) nicht lange bitten, setzte mit dem spontanen Glückwunsch-Autogramm von Helge Schneider an Schenck ein weiteres Highlight und offenbarte in seiner Laudatio den tiefen Respekt vor der Arbeit der Szenenbildnerin, Fotografin und Autorin Naomi Schenck. „Du schaffst es wie keine Zweite, in die Herzen der Menschen zu sehen und ihr Vertrauen zu gewinnen und so verantwortungsvoll damit umgehen. Wem sonst würden die Menschen für deinen Bildband ‚Kann ich mal ihre Wohnung sehen‘ so bereitwillig ihre Tür öffnen. Und das von Los Angeles bis Amsterdam. Diese kleine Geschichte spiegelt für mich deine Einzigartigkeit perfekt wieder.“
Stille. Und dann tosender Applaus für ein Duo, das voller Kreativität und Menschlichkeit Spuren hinterlassen hat auf ihrem Weg aus Mülheim in die Welt der Kunst.

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Kurzinterviews mit den Gewinnerinnen lesen Sie hier.
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