Vor 25 Jahren wurde aus dem alten Wasserturm das neue Wassermuseum Aquarius

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In einer von Martin von Mauschwitz (2.v.r.) moderierten Talkrunde, ließen Museumsleiter Andreas Macat (r.), der Geschäftsführer der Ruhr-Tourismus-GmbH, Andreas Biermann (3.v.r.) Bildungsdezernent Ulrich Ernst (l.), Interaktion-Geschäftsführer Uwe von Schumann und Architekt Hans-Hermann Hofstadt 25 Jahre Aquarius sehr kurzweilig Revue passieren. (Foto Emons)
 
1892 als Wasserturm erbaut, beherbergt der RWW-Aquarius seit 1992 ein interaktives Wassermusem. (Foto Emons)

Eine Talkrunde mit Fernsehmoderator Martin von Mauschwitz statt langer Festtagsreden. Dieses Konzept der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft (RWW) bescherte den Gästen der sonntäglichen Jubiläumsfeier im Styrumer Wassermuseum der RWW eine kurzweilige Geschichtsstunde, die 25 Jahre Aquarius unterhaltsam und informativ Revue passieren ließ.

„Viele Skeptiker warnten damals vor einem Disneyland“, erinnerte sich der in Styrum aufgewachsene Architekt Hans-Hermann Hofstadt an die ersten Bierdeckel-Entwürfe, die er mit seinem ebenfalls aus Styrum stammenden Freund, dem damaligen RWW-Chef Gerd Müller, in ihrer gemeinsamen Stammkneipe ausheckte. „Damals stand der 1892 von August Thyssen errichtete und 1912 von der RWW übernommene Wasserturm nach seiner Stilllegung im Jahr 1982 nutzlos in der Gegend rum“, skizzierte Andreas Macat, der das Wassermuseum im Styrumer Schlosspark seit 1994 leitet, die Vorgeschichte des heutigen Leuchtturmprojektes. Wirklichkeit wurde die Idee eines interaktiven Wassermuseums dann aber erst durch den damaligen EDV-Chef der RWW, Friedrich Schäfer und die Münchener Multimedia-Firma Interaktion. „Wir fingen mit Bildplatten an, gingen dann zu CD-Roms über und heute sind die gesamten Programme der interaktiven Touchscreens auf einem Computerserver gespeichert“, schilderte der Geschäftsführer von Interaktion, Uwe von Schumann, die technische Entwicklung des Museums, „in dem nicht nur Kinder und Jugendliche emotional und spielerisch etwas über die Bedeutung des Wassers lernen, was in ihren Köpfen hängen bleibt.“

Umweltbildung als Erlebnis

Auch Bildungsdezernent Ulrich Ernst bescheinigte dem Styrumer Wassermuseum, „das alle Mülheimer Schüler mindestens einmal in ihrem Schulleben besuchen, wichtige Grundlagen der Umwelterziehung gelegt und darüber hinaus als Wahrzeichen und Anziehungspunkt auch dem Stadtteil Styrum geholfen zu haben.“

Für den Geschäftsführer der Ruhrtourismus GmbH, Andreas Biermann, steht fest, „dass auch die touristischen Visionen, die der 2001 verstorbene Gerd Müller und Hans-Hermann Hofstadt in den späten 80er und frühen 90er Jahren entwickelt haben, heute Wirklichkeit geworden sind.“ Dabei profitiert das Aquarius inzwischen vom deutschlandweit sehr beliebten Ruhrtalradweg, der gleich am Wassermuseum, an der Ruhr und durch das ehemalige Müga-Gelände führt. „Das kann ich bestätigen. Meine beiden Kinder waren begeistert“, erinnerte sich Moderator von Mauschwitz an eine Familienradtour.

60.000 Besucher allein im Jahr 2016

Wie beliebt das Aquarius ist, machte der RWW-Chef, Dr. Franz-Josef Schulte, mit beeindruckenden Zahlen deutlich. Das Wassermuseum verzeichnet jährlich 60.000 Besucher aus allen Teilen Deutschlands. Allein im vergangenen Jahr lernten dort 60 Schulklassen und 500 Besuchergruppen nicht nur virtuell, sondern auch im Rahmen von Führungen und Planspielen etwas über das Element Wasser.

Die Tatsache, dass die RWW, das Aqurius nach dem Ende der Landesgartenschau Müga, im Oktober 1992, zu einer Dauereinrichtung und zu einem neuen Wahrzeichen Mülheims gemacht hat, beweist in den Augen der Bürgermeisterin, Margarete Wietelmann, „dass wir mit dem Wasserversorger RWW einen verlässlichen Partner haben, der sich in der Daseinsvorsorge unserer Stadt ganzheitlich engagiert.“ Thomas Emons
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