Weltbaustelle in Mülheim

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PR-Foto Köhring/KP (Foto: PR-Foto Köhring/KP)

17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung in allen Teilen der Erde haben die Vereinten Nationen verabschiedet: Das Programm ist seit Beginn des Jahres in Kraft.

Doch die hehren Ziele, die die Politiker nun bis 2030 umsetzen sollen, kennt in weiten Teilen der Bevölkerung kaum jemand.
Das will die Initiative „Eine Welt Netz NRW“ mit ihrer Aktion Weltbaustellen ändern. Dahinter verbirgt sich die Vermittlung der Ziele. Zu ihnen zählen unter anderen Armutsbekämpfung, gleiche Bildungschancen, fairer Welthandel, Auswirkungen von Konsum und Verschwendung auf Mensch, Tier und Umwelt, Geschlechtergerechtigkeit und nachhaltiges Handeln auf allen Ebenen.

Weltbaustelle auf 543 Quadratmetern

In zahlreichen Veranstaltungen informierte die Initiative in Mülheim über die UN-Ziele. Mit einem Kunstobjekt im öffentlichen Raum erinnert sie nun deutlich sichtbar daran. An der Rückseite des ehemaligen Frauengefängnisses an der Friedrich-Ebert-Straße, auf Höhe der Konrad-Adenauer-Brücke, setzten die Künstler Hardy Bock, Mülheim, und Adam Masava aus dem kenianischen Nairobi, die Ideen einer nachhaltigen Welt um: auf einer Fläche von 543 Quadratmetern. Eine Herausforderung für beide Künstler, die aus völlig unterschiedlichen Welten stammen und leben. Dementsprechend sind die Einflüsse ihrer jeweiligen Heimat mit in das Werk eingeflossen: Giraffen ebenso wie ein afrikanischer Schulbus sowie Mülheimer Motive zieren die Wand. Bis auf einige wenige Kleinigkeiten ist das auf Nachhaltigkeit angelegte Bild fertig. „Leider hat uns das Wetter immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ Das erklärte der 37-jährige Bock bei der offiziellen Vorstellung des Kunstwerkes am vergangenen Mittwoch an der Friedrich-Ebert-Straße. Vor allem der Regen machte den Künstlern immer wieder zu schaffen. In den zurückliegende Wochen kam die Kälte hinzu. Doch wenn es trocken war, nutzten die Künstler jede Minute. Selbst Temperaturen von zwei Grad schreckten Bock nicht ab, vom Gerüst aus, die Motive auf die Wand aufzubringen.
Sein Dank galt allen Beteiligten, vor allem dem Eigentümer, einem Privatmann, und der Stadt Mülheim. Baudezernent Peter Vermeulen hatte als Schirmherr die Organisatoren bei der Suche nach einem passende Objekt unterstützt. „Wir als Stadt freuen uns, dass wir an der Weltbaustelle teilnehmen können“, sagte Vermeulen während der Vorstellung. Das Werk erinnere nun täglich daran, dass „wir eine Welt sind“, in der solidarisches und umweltbewusstes Handeln wichtig sei. Jeder, der bei Rot vor der Ampel stehe, könne immer wieder neue Aspekte entdecken.
Die Kosten der Aktion, rund 12.000 Euro, stammen aus Spenden. Das Mülheimer Bild reiht sich ein die die Motivreihe der anderen sieben Städte, die sich in diesem Jahr in NRW daran beteiligten. Vor Ort unterstützen die Mülheimer Initiative für Klimaschutz, die Lokale Agenda 21 und der Evangelische Kirchenkreis das Projekt.
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