Werke von Otto Pankok im Kunstmuseum Mülheim zu sehen

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Pankoks „Blick vom Treppenaufgang“ (Kettwig), 1910/1911. © 2013 Eva Pankok (Foto: © 2013 Eva Pankok)

Er gehört zu den bekanntestens Künstlern Mülheims: Otto Pankok. Unter dem Thema „Otto Pankok zum 120. Geburtstag“ zeigt das Kunstmuseum Mülheim seine Frühwerke und Bilder, die in den 20er-Jahren entstanden.

Bereits früh beschäftigte sich Pankok, der am 6. Juni 1893 in Saarn geboren wurde, mit der Malerei. Schon als Gymnasiast begann er mit Schwarz-Weiß-Malerei in Kohle und Kreide.

„Wir geben einen Überblick über die künstlerische Entwicklung Pankoks im Zeitraum von 1909 bis zu Beginn des Nationalsozialismus“, erklärt Museumsleiterin Dr. Beate Reese. Den frühen Arbeiten bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges widmet sich der erste Ausstellungsraum. Die in Saarn entstandenen Porträts von Menschen aus seiner Umgebung sowie Landschaften prägen diesen Raum. 1912 begann Pankok mit seinen Kunststudien. Die ersten Bilder von Menschen am Rande der Gesellschaft entstehen.

Der Erste Weltkrieg veränderte den Künstler. Bei einer Grabensprengung wurde er verschüttet. Nach Aufenthalten in Lazaretten und Sanatorien wird Pankok 1917 aus dem Wehrdienst entlassen.

„Im zweiten Ausstellungsraum zeigen wir die künstlerische Weiterentwicklung nach dem Krieg und seine späte Wendung zum Expressionismus. Wir haben rund 220 Arbeiten Pankoks im Bestand“, erklärt Dr. Beate Reese, Leiterin des Kunsmuseums am Synagogenplatz 1.

„Obwohl bereits als Künstler verfemt, gelang es dem Museum noch Mitte der 1939er Jahre, sein Jugendwerk mit 150 Zeichnungen zu kaufen. Otto Pankok hatte sie zufällig im Elternhaus entdeckt. Über ‚Umwege‘ erfolgte der Verkauf eher im Geheimen, um den verfemten Künstler und die Mitwisser nicht zu gefährden“, sagte Dr. Reese. Der Erlös sicherte der Familie das Überleben.
Die Auslagerung von Kunstschätzen 1941 retteten auch die Werke des Malers vor der Zerstörung, während das Museum selbst ausgebombt wurde.

Die Ausstellung wird am heutigen Samstag, 14. September, um 17 Uhr eröffnet und ist bis zum 12. Januar kommenden Jahres zu sehen. Der Eintritt beträgt 4 Euro,ermäßigt 2. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
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