„Apps!- Oh, Entschuldigung!“ – Brief an Hannelore (21)

Liebe Hannelore,

so, jetzt kannst du ja wieder loslegen. Ich fand das toll, wie du gar nicht auf den MP-Stuhl losgewetzt bist, sondern erst mal bei den Abgeordneten Platz genommen hast. Große Klasse!
Und gute Reden hat man in der Zwischenzeit von dir gehört z.B. über die Tagesschau-App. Die ist nicht nur strittig, sondern auch eine Vokabel für mein Neusprech-Vokabelheft: App, gesprochen: ap oder äp, Mehrzahl: Apps. Obwohl mir Appse besser gefallen täte.
Und ich habe gelernt: Was wie ein Schluckauf klingt oder einem wie eine Sprechblase aus Asterix vorkommt, ist eine Applikation, also eine Anwendung von Medikamenten oder viel bekannter als Computersoftware.
Nix wie in den Store und rein damit! Es gibt wieder etwas Neues zu kaufen, mit dem man eine kleine Weile so tun kann, als würde es das Leben besser und schöner machen.
Nun weißt du ja auch, liebe Hannelore, es gibt ein Chipdesign namens Arm, das für ein App wichtig ist. Im übrigen ein schönes Beispiel dafür, das mit der neuen Technik nicht alles Alte seinen Wert einbüßt. So gilt nach wie vor die Lebensweisheit: Lieber Arm-App, als arm dran!
- Um noch mal auf meinen Brief von gestern zurückzukommen: gegen Mundgeruch ist
noch kein Computer – Appkraut gewachsen. Aber „Jugend forscht“ hat ein medizinisches gefunden! Clevere Kids haben eine Cyclodextrin-Lösung, was immer das sein mag, gemixt, die man einfach gurgelt. Damit verschwindet angeblich sogar Knoblauchgeruch. Ob dieses App auch vor Mundgeruch bei Ärzten schützt, wurde nicht gesagt. Was sagst du? Ja, da wäre Arztwechsel wahrscheinlich sicherer.
Nochmal „Herzlichen Glückwunsch“ aus Mölm.

Mölm bovenaan

dinne

Franz
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