Ausstellung zu ein Jahr "Oase Unperfekt"

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Professor der Fotografie in Dortmund: Heiner Schmitz

Am heutigen Mittwoch, 17. Mai, um 18 Uhr findet der nächste „Runde Tisch“ entweder direkt im Garten der Oase Unperfekt oder bei widriger Wetterlage in der Feldmannstiftung statt. Mit der Bewirtschaftung einer Parzelle an der Oberhausener Straße an der A40 sind die etwa 30 Pächter der Gartenanlage „Oase Unperfekt“ auch die Verpflichtung eingegangen, sich alle vier bis sechs Wochen zum Austausch zu treffen. Persönlich werden die Kleingärtner informiert. Der Termin heute ist wichtig, weil darüber beraten wird, wie die Gemeinschaftsflächen bepflanzt werden.

Ein Jahr lang hat Fotografie-Professor Heiner Schmitz das Projekt „Oase Unperfekt“ begleitet, ist mindestens einmal pro Woche in der Gartenanlage gewesen, hat fotografiert, gesprochen und auch mit Rat und Tat zur Seite gestanden. „Das Befüllen der Wassercontainer ist erst ab 18 Uhr möglich,“ weiß Heiner Schmitz. „Und das ist mit Arbeit verbunden, denn der Schlauch zum angrenzenden Friedhof muss erst gelegt werden.“ Schmitz hat ein Jahr lang beobachtet, ob die Idee des Gemeinschaftsgartens auch aufgeht. Auf 2.800 qm kann man sich aus dem Weg gehen, Ruhe finden, sich aber auch über die Pflanzen und Blumen austauschen und näher kommen. Zumindest ist die Chance gegeben, unterschiedliche Kulturen beim Sommerfest oder bei Gemeinschaftsaktionen kennen zu lernen.

Die Pächter in Styrum kommen aus allen Altersgruppen und stammen aus sieben verschiedenen Herkunftsländern: Deutschland, Türkei, Iran, Sri Lanka, Syrien, Polen und aus dem Kosovo. Auch Klassen der Schulen an der Augustastraße sind mit dabei, wenn gehakt, gepflanzt, gegossen und geerntet wird. „Treffpunkt ist die Gießkanne,“ das ist Schmitz' Erfahrung. Ein Schotte hat die meisten Kenntnisse im Gärtnern und gibt sein Wissen gerne weiter – auch an drei junge Männer aus Syrien. Die Tamilen hat Schmitz kaum zu Gesicht bekommen und die muslimischen Frauen lassen sich einfach nicht gern fotografieren. Insgesamt sind aber Bilder zustande gekommen, auf denen sich Menschen unterschiedlicher Kulturen näher kommen, auch wenn der Runde Tisch nicht so rege besucht wurde, wie eingangs erwartet, so Heiner Schmitz: „Dafür kommen aber ganz regelmäßig Seniorinnen aus der Nachbarschaft, allein um zu sehen, was so passiert.“ Und alle Pächter sind stolz auf die Resultate ihrer Arbeit, auch die Kinder, die hier Vieles spannend fanden: eine große Spinne oder die begleitenden Aktions-Programme, wie das Basteln eines Insektenhotels.

25 Fotos, die das Miteinander in der „Oase Unperfekt“ dokumentieren, sind ab dem 12. Juli in der Feldmann-Stiftung, Augustastr. 108-114, ausgestellt. Ausstellungseröffnung ist um 19 Uhr. Begleitend ist ein 52-seitiger DinA5-Bildband entstanden. Die Druckkosten hat die Sparkasse Mülheim übernommen.
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