Big Band der Luisenschule begrüßt amerikanisches Jazz-Ensemble

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Das Jazz Ensemble aus dem Blue Lake Camp. (Foto: Veranstalter)
 
Die Big-Band der Luisenschule. (Foto: Luisenschule)
Unter dem Motto „Den Frieden der Welt stabilisieren durch Musik“ gastiert ab Sonntag, 2. Juli, das internationale Jazz-Ensemble Blue Lake aus Michigan bei ihrer Europa-Tour für drei Tage in Mülheim. Der Aufenthalt ist Teil eines internationalen Austauschprogrammes des Blue Lake Fine Arts Camp, an dem die Luisenschüler bereits vor zwei Jahren schon einmal teilgenommen haben.

Die amerikanischen Gäste haben ein straffes Programm: Nach der Ankunft um 11 Uhr geht es für die Musiker in die Gastfamilien. Die Familien der Big Band der Luisenschule nehmen die Austausch-Schüler bei sich auf. Um 15 Uhr geben beide Jugendbands – die Amerikaner und die Luisenschüler im Wechsel – das erste Konzert auf der Freilicht-Bühne. Auf ein junges Jazz-Spektakel können sich Freunde der „Bad Mülheim“-Konzertreihe freuen.

Zwei gemeinsame Konzerte

„Mülheim ist der einzige deutsche Ort auf der Europatour der jungen Musiker,“ erläutert Regina Coupette, die die Big Band der Luisenschule leitet und jetzt schon einen Gegenbesuch im kommenden Sommer in den USA plant.
2015 waren bereits 39 Mülheimer Luisenschüler im Alter von 14 bis 22 Jahren drei Wochen in Wisconsin, Illinois und Michigan unterwegs, nachdem sie 2014 ein amerikanisches Ensemble erstmals in Mülheim begrüßen konnten.

„Es ist normal bei einem solchen Austausch, nur drei bis vier Nächte an einem Ort in den USA zu sein. Dann geht es weiter,“ so die Musiklehrerin der Luisenschule. Mit diesem Hintergrund ist es auch nicht verwunderlich, dass die amerikanischen Musiker nur von Sonntag, 2.Juli, bis Dienstag, 4. Juli, in Mülheim bleiben. Dann geht es wieder zurück nach Frankreich, wo weitere Tour-Konzerte auf dem Programm der USA-Schüler stehen.

Am Montag wird zunächst gemeinsam geprobt. Von 18 bis 20 Uhr hat dann der Mülheimer Jazzclub alle jugendlichen Musiker zum gemeinsamen Konzert in den Hopfen-Sack eingeladen, um gemeinsam vor Publikum zu spielen. Dienstag, 4. Juli, um 19 Uhr findet dann das gemeinsame öffentliche „Blue Lake“-Abschlusskonzert in der Aula der Luisenschule statt. Ein Hut geht herum.

Stipendien für zwei Schüler

Regina Coupette: „So etwas funktioniert nur, wenn Eltern und Schüler gut zusammenarbeiten.“ Die Eltern haben zum Abschluss für die Gäste noch ein Grillen vorbereitet. Dann geht es für die amerikanischen Gäste weiter. Regina Coupette hat als Initiatorin des Austausches die Mülheimer Bigband 2015 begleitet und plant schon die Reise für den Sommer 2018. Rund 58.000 Euro hat der Austausch vor zwei Jahren für 39 Personen gekostet, allein die Kosten für den Bus haben 10.000 Euro betragen. Untergekommen sind alle in Gastfamilien während der Rundreise durch die Staaten.

Auch die Europatournee der jungen Musiker aus Michigan wird Unsummen verschlingen, weiß die Leiterin der Mülheimer Schüler-Bigband. Sie wünscht sich daher einen spannenden, interessanten und positiven Austausch mit den Gästen und bewirtet drei Tage lang Glenn Williams und Frau Terry, die das Ensemble aus Michigan begleiten. Das Austauschprogramm des „Blue Lake Fine Arts Camp“ wird vor allem durch Lions in Frankreich durch Konzerte gesponsert. Dort gibt es eine Verbindung zu „Blue Lake“ in den USA.

2018 werden zwei der Schüler aus der Big Band der Luisenschule lediglich die Kosten der Flüge tragen müssen, verrät Regina Coupette. Sie erhalten ein Stipendium im „Blue Lake Fine Arts Camp“, was eine besondere Auszeichnung ist. Da aber auch das „Blue Lake“-Programm von Kürzungen betroffen ist, dürfen 2018 nicht mehr so viele junge Musiker mitkommen wie 2015 noch, befürchtet sie.
„Von den amerikanischen Austauschschülern können wir noch lernen“, meint Regina Coupette: Täglich wird morgens vor Schulbeginn von 7 bis 8 Uhr geprobt. „Die Amerikaner sind sehr diszipliniert. Es ist ein einmaliger Austausch mit motivierten, engagierten Jugendlichen.“ Von dem Besuch erhofft sich die Musiklehrerin der Luisenschule noch mehr Motivation für ihre eigenen Schülerinnen und Schüler.
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