Bürgerbus-Verein ehrt 30.000ste Mitfahrerin

Anzeige
Renate Schmitz ist der 30.000ste Fahrgast des Bürgerbusses - als Dankeschön gab es Blumen und einen Warengutschein. (Foto: PR-Foto Köhring/AK)

Sie fährt drei Tage die Woche mit dem Styrumer Bürgerbus verschiedene Touren, bringt auch mal den Nachbarn etwas mit. Bei der Regelmäßigkeit ist es nicht verwunderlich, dass Renate Schmitz diejenige ist, die die 30.000ste Fahrt durch Styrum unternommen hat.

Erst einen dicken Blumenstrauß und am Montag, 24. Juli, dann die feierliche Überreichung einer Urkunde und eines Warengutscheins – Renate Schmitz „freut sich immer, wenn der Bürgerbus kommt.“ An drei Tagen fährt sie drei bis vier Mal, mal zum Bäcker, zur Drogerie oder Lebensmittel einkaufen. „Die Fahrer sind alle nett, hilfsbereit und freundlich,“ so Schmitz.

„Für uns ältere Styrumer ist der Bürgerbus ein Glücksfall.“ Die Fahrer helfen nach schweren Einkäufen und auch mit dem Rollator. Schmitz: „Um zum Arzt zu kommen, gibt es Umsteigemöglichkeiten am Sültenfuß und auf der Heidestraße.“

Nicht nur Transportmittel

Fahrgemeinschaften haben sich in den vergangenen Jahren zusammengefunden. Damit ist der Bürgerbus nicht nur Transportmittel, sondern auch eine Art Kommunikationszentrum, wissen auch die Fahrer. Marie-Luise Gastreich vom Verein: „Und das Schild „Nicht mit dem Fahrer sprechen“ fehlt.“ Von Renate Schmitz erfährt der Vorstand des Vereins am Montag dann auch, dass das 50+-Stadtfest in der Willy-Brandt-Schule im September ausfällt. Ein Nachholtermin ist für das Frühjahr 2018 in Planung.

Lobenswert findet die Rentnerin vor allem, dass der Bürgerbus an Sonntagen auch Styrumer Stadtteilfeste ansteuert – wie das Familienfest rund um das Schloss Styrum und das Aquarius Wassermuseum. Renate Schmitz: „Da trifft man immer alte Bekannte.“ Viele Menschen, die den Bürgerbus nutzen sind älter und leben oft allein. Der Bus bedeutet für sie ein Stück Mobilität und Flexibilität.

Fünf Jahre Bürgerbus

Der Vorstand des „bürgerbus styrum e.V.“ feiert am 21. Oktober „5 Jahre Bürgerbus“ mit einer Feier in der Feldmannstiftung. Knut Binnewerg: „Als MVG-Tochter verdichtet der Bürgerbus das Netz.“ Heute gibt es gute Anbindungen zum Hausarzt und für Einkäufe. Obwohl der Bürgerbus Styrum Tochter der MVG ist, trägt der Verein die volle Verantwortung gemäß Transportverkehrsmittelgesetz. Werner Tintrop übernimmt die technische Seite. „Wir sind somit ein selbständiger Betrieb und müssen uns selbst tragen,“ so Knut Binnewerg vom Vereinsvorstand. Fahrer, zumeist Rentner mit Führerscheinklasse drei, werden immer gesucht. Der Bürgerbus fährt an sechs Tagen in der Woche ab 9 Uhr. Etwa 600 Fahrgäste monatlich nutzen den Stadtteilbus. An die 200.000 Kilometer ist der Kleinbus mit acht Sitzplätzen seit Oktober 2012 gefahren. Noch 100.000 Kilometer und dann wird ein neuer Bus langsam fällig, so Binnewerg. Behindertengerecht sollte der neue Bus sein, aber auch mit der normalen Führerscheinklasse zu fahren, so der Verein.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.