CBE sucht Ausbildungspaten

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CBE-Geschäftsführer Michael Schüring (2.v.r.) freut sich mit Ausbildungs-Tandems über den Erfolg des Projektes: (v.l.) Dunja Asmus, Christine Hepp, Birgit Henschel-Neumann, Ursel Funck, Michael Schüring und Saskia-Nicole Zehnpfennig (Foto: PR-Foto Köhring/KP)

Seit zehn Jahren gibt es das Programm „Ausbildungspaten“. Michael Schüring, Geschäftsführer vom CBE: „Ausbildungspaten ist das längste Projekt das wir haben.“ Er verweist damit auf eine Erfolgsgeschichte: Mehr als 130 Jugendliche und mehr als 100 ehrenamtlich Paten sind seit 2007 dabei.

Durch das Centrum für bürgerschaftliches Engagement (CBE) finden sich Pate und Schüler auf einem Speed-Dating. Das nächste Dating ist für Mai geplant. Dann können sich Ausbildungspaten und Schüler erst einmal kennen lernen. Stimmt die Wellenlänge dann werden die ersten gemeinsamen Pläne geschmiedet.

Das CBE hatte am Mittwoch, 8. Februar, in die Räumlichkeiten an der Wallstraße 7 eingeladen und zwei sogenannte „Tandems“ berichteten lassen, wie sich eine solches partnerschaftliches Miteinander gestaltet. Patin Ursel Funck ist schon seit 2011 dabei. Saskia ist 16-jährige Hauptschülerin. Seit April 2016 treffen sich die Beiden regelmäßig. Anfangs häufiger, als es noch um erste Pläne ging. Da ging Saskia-Nicole Zehnpfennig noch in die 9. Klasse der Schule am Hexbachtal. Zunächst ging es um die Suche nach einem Langzeit- und einem Kurzzeitpraktikum in der 10. Klasse. „Wie sieht ein Traumberuf in der Wirklichkeit aus?,“ das können Jugendliche in der Praktikumsphase ausprobieren und die Ausbildungspaten helfen mit Rat und Tat. Saskia hat im Laufe der Begleitung ihre Pläne geändert. Jetzt will sie nicht – wie ursprünglich geplant – Erzieherin werden, sondern macht ein Praktikum in einem Restaurant. Ihr Traum ist es, nach der Schule Restaurantfachfrau zu lernen und Ursel Funck unterstützt sie dabei. Auch die Schule am Hexbachtal, die Realschule Stadtmitte, die Realschule Mellinghofer Straße und die Gesamtschule Saarn unterstützen das Patenprogramm des CBE.

Von der Gesamtschule kommt Dunja Asmus. Ihre Patin ist Birgit Henschel-Neumann, die noch voll im Berufsleben steht: „Wir haben uns beim Speed-Dating gefungen – Dunja und ich.“ Nach einer Ist-Analyse, wo bei Dunja die Stärken und Schwächen sind, hat sich ihr ursprünglicher Plan, Friseurin zu werden, relativiert. Dazu kam, dass sie von ihrer Patin auch in schulischer Hinsicht unterstützt wurde. Heute besucht Dunja Asmus seit zwei Jahren eine Schule für Gesundheit und Pflege in Duisburg. Und auch nach solch einem langen Zeitraum der Patenschaft, besteht immer noch Kontakt zwischen den Beiden. Dunja Asmus: „Wenn ich eine Frage habe, dann rufe in meine Patin an – und das zu jeder Tageszeit. Das ist kein Problem.“ Auch für Birgit Henschel-Neumann war die Patenschaft neben Beruf, Familie und Kindern machbar und auch hilfreich. Denn sie hat selbst Kinder im Alter von Dunja.

Auch für die Schülerinnen war der Kontakt zu ihren Patinnen vor allem wichtig, weil die nicht in die Familie oder Schule involviert sind. Es bestand eine sachliche Distanz zur Fragen, was nach der Schule wird. Michael Schüring sieht in den Patenschaften vor allem den Vorteil, dass viele Jugendliche so auch motiviert werden, andere für sie und ihr Umfeld fremde Wege einzuschlagen. Schüring: „Das möglichst schnelle, gezielte Umsetzen ist wichtig.“ Eine deutliche Linie sollte vorgegeben werden, auch wenn später noch umdisponiert wird.

Mehr Männer als Frauen sind zurzeit Paten. 21 aktive Partnerschaften gibt es beim CBE. Mülheimerinnen und Mülheimer, die sich für Jugendliche in der Übergangszeit von Schule und Beruf engagieren möchten, sollten sich bei CBE-Projektmitarbeiterin, Christine Hepp, unter der Telefon-Nummer 97068-215 melden. Die nächsten Termine für Ausbildungspaten beginnen mit zwei Schulungen im April und dem Speed-Dating im Mai.
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