Der Landtagsabgeordnete Christian Mangen packte in Frankys Küchenkabinett mit an

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Der Landtagsabgeordnete Christian Mangen (rechts) mit seinem "Chef" Tobias Volkmann in der Küche von Frankys. (Foto privat)

Normalerweise beschäftigt sich der im Mai neu gewählte FDP-Landtagsabgeordnete Christian Mangen mit Rechts,- Innen- und Haushaltspolitik. Doch jetzt schnitt er bei Frankys im Wasserbahnhof als Tagespraktikant Gemüse, setzte 30 Liter Soße an und zerlegte Kalbsbrüste.

Zusammen mit 24 Parlamentskollegen folgte Mangen damit der Einladung des Deutschen Hotelerie- und Gastronomieverbandes (Dehoga), der den Landespolitikern mit dieser Aktion zeigen wollte, wo die Gastronomen der Schuh drückt.

Die Dehoga-Vertreter Jörg Thon, Thomas Kolaric und Thorsten Hellwig liefen mit ihrer Forderung: "Mehr Zeit für den Gast und sein leibliches Wohl und weniger Zeit für bürokratische Dokumentationspflichten, etwa bei der Arbeitszeitregistrierung, der Allergenkennzeichnung oder bei der Hygieneampel", bei dem Liberalen offene Türen ein. Sein Hinweis, dass die neue, von CDU und FDP getragene Landesregierung die von ihrer rot-grünen Vorgängerin gerade erst eingeführte Hygieneampel zum Jahreswechsel wieder abschafft, war ganz nach ihrem Geschmack.

Die rechte Hand vom Küchenchef

Franky-Gastronom Tobias Volkmann setzte seinen Tagespraktikanten aus der Politik als Assistenten des Küchenchefs Jens Richter ein. Der konnte jede helfende Hand gut gebrauchen, hatten sich doch gerade 216 Gäste für eine betriebliche Weihnachtsfeier angesagt. Da musste der Abgeordnete, der sonst nur privat in seiner eigenen Küche für Frau und Freunde kocht, nicht nur in der Küche, sondern auch bei der Getränkebestellung und bei der Dienstplanung mit ran. Zwischendurch gab es vom Chef auch noch einen schrägen Motivationsspruch: "Tempo ist nicht nur ein Taschentuch!" - "Das habe ich natürlich ganz locker an mir abperlen lassen", gibt Mangen zu Protokoll. "Ich hätte nie gedacht, dass die Arbeit in einem Küchenteam so kreativ und temporeich sein könnte. Und am Ende hat man etwas in der Hand, was alle haben wollen", bilanzierte der Landtagsabgeordnete sein Schnupper-Praktikum im Küchenkabinett. Und weil Mangen im Rahmen seiner Parlamentsarbeit auch den Vorsitz der Landtagskommission für den Strafvollzug inne hat, darf er sich auch schon auf das nächste Tagespraktikum freuen, dann aber bei der Gefängnisseelsorge. Der Freidemokrat ist schon gespannt auf neue Eindrücke und Erfahrungen.Thomas Emons
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