Dringend gesucht: Freifläche für Hunde

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Miria Clasen und Christian Dlugas müssen ihr Hundespaßzentrum schließen. (Foto: PR-Foto Köhring)

„Wir sind dankbar für jeden Hinweis,“ Mirja Clasen und Christian Dlugas vom Verein „Hundefreunde an Rhein und Ruhr e.V.“ bedauern sehr, dass am 4. September Ende ist mit dem Hundespaßzentrum an der Hansbergstraße. „Dann müssen die Zäume und der Unterstand abgebaut werden.“ Das Verwaltungsgericht hatte entschieden, dass das Landschaftsschutzgebiet, zu dem auch die Hundewiese gehört, nicht gewerblich genutzt werden darf. Auch die angrenzende Hundeschule muss weichen.

Die Hundefreunde stehen damit massiv unter Druck und bitten um Mithilfe aus der Bevölkerung. Wer kennt eine Freifläche an der A40, die als Hundewiese taugen könnte? Rund 1.000 Euro kann der gemeinnützige Verein für Mietkosten aufbringen. An der Hansberstraße steht dem Verein noch ein paar Wochen ein 5.000 qm großes Gelände zur Verfügung. Heute würden sich die Hundefreunde aber schon mit der Hälfte der Fläche zufrieden geben. „Hauptsache wir können weitermachen,“ so Mirja Clasen. Dass der Verein die Fläche reinigt, versteht sich von selbst. „Das neue Gelände muss jetzt aber vor allem legitim sein - kein Landschaftsschutzgebiet - wie an der Hansbergstraße. - Schön wäre, wenn es Wasser und Strom gäbe, das ist aber kein Muss,“ so Clasen.

Noch vor drei Jahren hatten sich die mittlerweile 50 bis 60 Personengruppen mit ihren Hunden auf der Hundefreilauffläche am Auberg getroffen. Der Regionalverband Ruhr (RVR) mit Sitz in Essen stellt die öffentliche Anlage dort zur Verfügung. Die Freifläche hat sich aber nicht als optimal herausgestellt. So hat sich 2014 der Verein rund um Christian Dlugas gegründet, die angemietete Wiese an der Hansbergstraße ist nach und nach verschönert und einzäunt worden. Christian Dlugas: „Die Idee war und ist es, Hunde gesichert frei laufen zu lassen.“

Etwa 100 bis 150 Hunde tummeln sich zurzeit pro Woche auf der Wiese. Mirja Clasen: „Vom Lärm her betrachtet, sind die Hunde nichts im Vergleich zur A40.“ Da die meisten Hundebesitzer aus dem Raum Mülheim, Oberhausen und Essen kommen, ist die Anbindung an die A40 sogar von Vorteil. Hunde mit ihren Besitzern kommen in der Zeit von 9 bis 20 Uhr. Die Wiese ist aber nicht den ganzen Tag belegt. Regelmäßig morgens kommt ein Van einer Hundetagesstätte aus Mettmann mit etwa 8 - 14 Hunden. Damit Spazierengehen nicht zum Stressfaktor wird, kommen aber auch Hundebesitzer mit Hunden, die sich nicht mit anderen Hunden verstehen. Der Trick ist, dass auf dem Gelände alle Hunde ohne Leine unterwegs sind. Das entspannt die Tiere und die Menschen. Weitere Informationen und Kontakt unter: www.hundespasszentrum.de.
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