Fotos und Video vom Einbruch in die Gustav-Heinemann-Gesamtschule!

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Die Eingangstür zum Verwaltungstrackt ist aufgebrochen, vielleicht mit einer Eisenstange oder ähnlichem. Fotos: PR-Foto Köhring /AK
 
Thomas Ratz, stellvertretender Schulleiter an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule, begutachtet mit dem Hausmeisterteam die Lage. PR-Foto: Köhring /AK

Schon wieder traf es eine Mülheimer Schule: Am Wochenende wurde in die Gustav-Heinemann-Schule eingebrochen, nachdem bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag die Rembergschule verwüstet worden war. Auch in Dümpten musste der Unterricht am Tag nach dem Einbruch kurzfristig ausfallen.

Von Sara Holz

Der Schaden soll hoch sein, so die ersten Erkenntnisse des Immobilienservice. Besonders betroffen sind die Mensa und das Lehrerzimmer. Erst vor rund einem Jahr konnte die aufwändige Sanierung der flächenmäßig größten Schule Mülheims abgeschlossen werden. "Das ist schon ein Rückschlag", muss Stadt-Pressesprecher Volker Wiebels bei der Begehung tief durchatmen.

Die Polizei ermittelt, mehrere Stunden sicherten die Beamten am Montagvormittag Spuren. Ob es einen Zusammenhang zu der Tat an der Rembergschule gibt, ist noch unklar (Stand: 11. April, 15 Uhr). In Raadt waren Laptops und andere Wertgegenstände liegen geblieben. "Ein reiner Vandalismusschaden", weiß Volker Wiebels. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Dümpten. "allerdings sind die Erkenntnisse da noch nicht abgeschlossen", warnt Thomas Ratz, stellvertretender Schulleiter an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule vor vorzeitigen Schlüssen.

Eingestiegen sind der oder die Täter - vermutlich waren es mehrere - über eine Dachluke aus Kunststoffglas. Zunächst habe man es über eine Außentür bei Treppenhaus 3 im Fahrradinnenhof versucht, das Aushebeln sei jedoch gescheitert. Deshalb ging es hinauf aufs Dach. Im Innern des Gebäudes lässt sich der Weg weiter über den Flur in den Verwaltungstrakt verfolgen. Zerbrochene Glastüren und gesprayte Botschaften (Schimpfworte und rechte Symbole) wurden hinterlassen. Im Lehrerzimmer wurden die Fächer geöffnet und entleert, auch Bilder übersprüht. Genauso in Mitleidenschaft gezogen ist der Mensabereich. Zwei Dachpaneele im Wert von je 1.400 Euro sind herunter gerissen, dazu wurde ein Großteil des Kühlschranks und der Vorratsregale entleert. "Diebstahl macht wohl hungrig und durstig", scherzt der Hausmeister, ohne dass ihm wirklich zum Lachen zumute ist.

Der Einbruch wurde am Montagmorgen gegen 7 Uhr durch den Hausmeister entdeckt. Die Schule blieb am Montag vorerst geschlossen, aus Ermittlungsgründen und weil der Mensabetrieb nicht hätte gewährleistet werden können, so die Schulleitung. Die gesamte Schule - rund 1.650 Schüler und 140 Kollegen - waren davon betroffen. "Die Schüler standen natürlich am Morgen in Trauben vor der verschlossenen Tür", berichtet Ratz. Per Lautsprecher habe man über den Schulausfall informiert und die Hintergründe teils in Einzelgesprächen auf dem Schulhof aufgeklärt. Nach einer anfänglichen Unruhe hätte sich die Stimmung dann auch zügig beruhigt und alle Schüler, auch die Kleineren aus den Jahrgängen 5 und 6, seien untergekommen.

Nach einem ersten Überblick hat der Immobilienservice bereits entsprechende Firmen mit der Schadensbeseitigung beauftragt. Die Arbeiten, darunter Aufräum- und Säuberungsarbeiten sowie Glasreparaturen und mehr, sind in vollem Gange und sollen in ihren Grundzügen bereits bis zum Dienstag abgeschlossen sein. Die Bereiche für die Abiturprüfungen sind überhaupt nicht tangiert. Der Unterricht kann damit ab morgen wieder "normal" wieder stattfinden. "Nachdem wir gegen Mittag einen ersten Überblick über die Schäden hatten, kann ich nun sagen, dass ab morgen früh mit Sicherheit alles wieder nach Plan läuft", bestätigte die Schulleiterin Christa van Berend auf Nachfrage. Das ist besonders wichtig, da am Dienstag, 12. April, die Abiturprüfungen im Fach Englisch angesetzt sind. Der Download der Arbeiten läuft zur Zeit wie vorgesehen.

"Über den regulären Schulbetrieb ab Dienstag haben wir auch über die Sozialen Medien informiert, um alle Schüler zu erreichen", ergänzt Volker Wiebels. Konsequenzen im Sinne eines Sicherheitsdienstes oder ähnlichem zieht die Stadt vorerst keine. "Vor Vandalismus ist niemand gefeit", weiß der Pressesprecher.

Einen ähnlichen Fall gab es bereits in der vergangenen Woche an der Rembergschule: Lokalkompass.de/645064.

Fotos: PR-Foto Köhring / AK

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