Heiner Schmitz bei Kinderaktion der Oase Unperfekt

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v.r. Amara (8) & Manvir (8); Foto: PR-Foto Köhring/TA
 
Kamila (8); Foto: PR-Foto Köhring/KP
„Unperfekt“ wirkt die gleichnamige Gartenanlage direkt an der A40, die über eine Wiese und durch ein Holzgatter zu begehen ist. Direkt einzusehen ist der Styrumer Gemeinschaftsgarten nicht und so schlummern die noch verbliebenen Gemüse- und Blumenbeete bereits dem Winter entgegen – wenn es da nicht die Kinder gegeben hätte, die dem Unkraut und der trockenen Erde zu Leibe gerückt wären. Die erste von 22 Parzellen direkt hinter dem Holzgatter gehört der OGS der Gemeinschaftsgrundschule Augustastraße.

15 Jungen und Mädchen kümmerten sich um die verbliebenen Pflanzen, gruben, pflanzten neu und kamen so Natur, gesunder Ernährung und Fragen rund um Gartenarbeit und Tieren näher. Aufmerksamkeit erregte eine dicke Kreuzspinne, die beim Graben zutage kam. „Die ist schwanger,“ erfuhren die Kinder von Susan Findorff vom Verein Naturgarten e.V., die mit den Grundschülern auch Insektenhotels für zu Hause gestaltete. Die Veranstaltung „Schöner Wohnen für Insekten“ fand am Mittwoch, 28. September, im Rahmen des Projektes „Oase Unperfekt für Kids“ statt. Die kleinen Pappröhren kamen gebündelt in eine Metalldose als Nisthilfen.

Das Kinderprojekt zielt insgesamt darauf hin, die „Oase Unperfekt“ für Kinder zu öffnen. Träger ist die Mülheimer Initiative für Umweltschutz. Das Bildungsnetzwerk Styrum koordiniert Veranstaltungen und auch den Gartenworkshop für die Kinder an einem Herbstnachmittag im September. Sabine Gronek vom Bildungsnetzwerk Styrum: „Das Wildblumenbeet wurde schon lange nicht mehr bearbeitet.“ Das nahmen die Kinder am Mittwoch in Angriff – auch damit die Bienen im nächsten Frühjahr ausreichend Nahrung finden. Gronek: „Die Kinder können jederzeit kommen, auch mit ihren Eltern und sich die Ergebnisse ihrer Arbeit anschauen.“

„Das Wasser kommt vom angrenzenden Friedhof. Die beiden Wasserbehälter werden abends befüllt – das sind 1.000 Liter pro Behälter,“ Ramon Steggink ist vom Fach. Er ist heute zum ersten Mal in der „Oase Unperfekt“. Sein Arbeitgeber - das Rheinisch Westfälische Wasserwerk (RWW) - unterstützt das Projekt für Kinder. Das RWW ist Bildungspartner und unterstützt zahlreiche Mülheimer Natur- und Umweltprojekte.

Heiner Schmitz kommt regelmäßig in die „Oase Unperfekt“, die Ende Mai 2015 als Gartenanlage zur Förderung Styrumer Nachbarschaft gegründet wurde. Schmitz dokumentiert Nachbarschaft und die Begegnung unterschiedlicher Kulturen: Eine Parzelle bepflanzen Flüchtlinge, eine andere moslemische Einwanderer. Der Mülheimer Künstler plant seine Ausstellung „Menschen“ in der Feldmann-Stiftung in Styrum für das kommende Frühjahr. Ausgestellt werden aber nicht „nur“ Fotografien, verspricht Heiner Schmitz beim Rundgang durch die Gärten.

In der „Oase Unperfekt“ gibt es auch eine Gemeinschaftsfläche. In diesem Jahr wurden dort Tomaten und Kartoffeln gepflanzt. Eine Wiese lädt geradezu zu Gemeinsamkeit ein. Unter Obstbäumen fand in diesem Sommer das gemeinsame Gartenfest statt. Zum monatlichen „Runden Tisch“ treffen sich die Parzellen-Inhaber regelmäßig jeden dritten Mittwoch im Monat in der Feldmann-Stiftung. Nächster Termin ist der 19. Oktober, um 19 Uhr.
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