Heiner Schmitz will Städtefreundschaft wiederbeleben

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Heiner Schmitz mit einer Israel-Karte (Foto Emons)
1999 war die palästinensische Nachbargemeinde unserer israelischen Partnerstadt Kfar Saba,Qaliqilia, kurz davor, Mülheims zweite Partnerstadt im Nahen Ost zu werden. Doch mit dem Beginn der zweiten Intifada, im Jahr 2000, war davon keine Rede mehr.
"Zu Unrecht!" findet der Ruhrpreisträger und Fotograf Heiner Schmitz. Zusammen mit zehn deutschen und palästinensischen Gleichgesinnten hat er einen Arbeitskreis "Städtefreundschaft zwischen Mülheim und Qalqilia" geründet, der sich am 23. Februar um 18 Uhr im Medienhaus am Synagogenplatz der interessierten Öffentlichkeit vorstellen wird.
"Wir können den Nahost-Konflikt nicht lösen, aber wir können zwischen Mülheim, Kfar Saba und Qaliqilia Brücken der Menschlichkeit bauen", sagt Schmitz. Seit den frühen 90er Jahren hat er Kfar Saba und Qalqilia regelmäßig besucht und dabei Freunde und Gesprächspartner gefunden, die an einem Dialog interessiert sind."
Das Grundproblem sieht Schmitz darin, dass Qalqilia nach der Intifada eingemauert und damit seiner bis dahin guten wirtschaftlichen und menschlichen Beziehungen zu Kfar Saba beraubt wurde."

Große Potenziale

Mit Begegnungen und Kooperationen im Dreieck Mülheim-Kfar-Saba, will er die 49000 Bewohner von Qalqilia aus ihrer Isolation herausholen. Dabei sieht er in Qalqilia große Potenziale für eine fruchtbare Zusammenarbeit. Denn in der palästinensischen Stadt auf der Westbank gibt es ein UN-Krankenhaus, einen Fußballverein, ein Mädchen-Gymnasium, eine Kaffeerösterei sowie zahlreiche landwirtschaftliche und im Garten und Landschaftsbau aktive Unternehmen.
Wer den Arbeitskreis Mülheim-Qalqilia unterstützen möchte, sollte sich an Hartmut Kremer vom städtischen Agendalokal an der Friedrichstraße 9 (Rufnummer: 455-6007/E-Mail: hartmut.kremer@muelheim-ruhr.de) wenden.Thomas Emons
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