Hospiz sagt Danke

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Marlene Bäcker (Mitte) übergibt einen Scheck an die Hospizleitung Ute Borghorst (rechts) und das Team des Hospiz Mülheim, Friedrichstraße 40. (Foto: Walter Schernstein)

Bernd Bäcker aus Oberhausen verbrachte im vergangenen Jahr dreieinhalb Monate im Hospiz Mülheim, bevor er den Kampf gegen den Krebs verlor. Eine Zeit, für die seine Ehefrau Marlene Bäcker sehr dankbar ist. So dankbar, dass sie plante, den Erlös aus dem Verkauf von gestickten Karten und anderen Handarbeiten, die sie zur Entspannung zu Hause anfertigt, komplett an das Hospiz zu spenden.

Eine Schublade voller Süßigkeiten

Die Pflegekräfte erinnern sich noch gut an Bernd Bäcker. „Er hatte immer eine Schublade voller Süßigkeiten“, sagt Ute Borghorst, Leitung des Hospiz Mülheim. „Jeder aus dem Team musste sich erst etwas davon nehmen, bevor er oder sie das Zimmer wieder verlassen durfte“, berichtet Marlene Bäcker. Die Ehefrau besuchte ihn täglich nach ihrer Arbeit im Büro des Mülheimer Oberbürgermeisters. Dabei wurde ihr immer wieder bewusst, wie gut aufgehoben ihr Mann im Mülheimer Hospiz ist. Da beschloss die passionierte Handarbeiterin, dass sie gerne etwas zurückgeben würde.

„Ich hatte das Bedürfnis, Danke zu sagen für die fürsorgliche Pflege, das liebevolle Kümmern und die Herzlichkeit, die mein Mann und ich hier erfahren haben“, sagt Marlene Bäcker. Alle Handarbeiten, die sie in den letzten Jahren gestickt hat, bot sie nun im Bekanntenkreis, bei Freunden und auch in einer Gärtnerei an. Interessierte konnten gegen eine Spende für das Hospiz diese kostbaren Einzelstücke erwerben. In 2015 kamen dabei 2.000 Euro zusammen, die sie komplett an das Hospiz spendete. Da Hospize immer noch 5% ihrer Kosten selbst finanzieren müssen, freut sich die Leiterin des Hospiz, Ute Borghorst, sehr über diese unerwartete Spende.

Das Hospiz

Das Hospiz Mülheim befindet sich in Trägerschaft der Stiftung Ev. Kranken- und Versorgungshaus Mülheim an der Ruhr und der Diakoniewerk Arbeit & Kultur gGmbH. Bis zu zehn Gäste können hier von dem Team aus 14 haupt- und 45 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern versorgt werden. Die Kosten trägt zu einem großen Teil die Krankenkasse. 5% muss das Hospiz aber selbst über Spenden einbringen. Weitere Informationen zum Hospiz erhalten Sie unter www.hospiz-mh.de oder bei Ute Borghorst, Telefon: 0208 970655-00. (PM)
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