Mit Peng das Eis gebrochen! - Seit dem 1. Januar gibt es Opferschutzhund im Polizeipräsidium

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Stephan Boscheinen und Florence Buttler kümmern sich gemeinsam mit Opferschutzhund Peng um traumatisierte Unfallopfer. Foto: Polizei

Mit Zustimmung des Polizeipräsidenten Frank Richter und des Innenministeriums stellte sich der kleine Mischlingshund im Jahr 2016 den Prüfungen des Landes NRW. Da er die Hürden mit Bravour nahm, ist er mit Beginn des neuen Jahres Mitarbeiter im Essener Präsidium. Geführt und geleitet wird er von der Mülheimerin Florence Buttler, die mit ihrem Kollegen Stephan Boscheinen im Fachbereich der Unfallprävention und des Opferschutzes tätig ist.

Geschockt und oft noch traumatisiert sind die Menschen nach Verkehrsunfällen, wenn sie von den beiden geschulten Hauptkommissaren besucht werden. Der Einstieg in die Gespräche, die Zuhause, manchmal aber auch schon in den Krankenhäusern erfolgen, ist nicht immer leicht. Opferschutzhund Peng, der kleine zweijährige blonde Mischling, kann den betroffenen Personen, insbesondere Kindern und Senioren, Geborgenheit vermitteln und beim Stressabbau helfen. Er dient als Gesprächsmedium und als Türöffner.

Bereits in seinen ersten Diensttagen durfte er seine Fähigkeiten beweisen. Ein siebenjähriger Schüler der zweiten Klasse war auf seinem Schulweg durch Schönebeck von einem Auto angefahren und verletzt worden. Nicht nur der Bruch seines Schlüsselbeins war dem kleinen Anton lebhaft in Erinnerung geblieben.

Gemeinsam mit seinen beiden uniformierten Kollegen besuchte der Diensthund den Siebenjährigen Zuhause. Zunächst ließ Peng die Streicheleinheiten der unbeteiligten Geschwister über sich ergehen, die bereits an der Haustür ungeduldig auf das Eintreffen der Polizei warteten. Die erste Reaktion der Kinder: "So einen kleinen Polizeihund haben wir noch nie gesehen!". Auch der Vater war begeistert und sagte spontan: "Das ist ja ein richtiger Eisbrecher!"

Seiner eigentlichen, beinahe therapeutischen Aufgabe ging Peng anschließend ruhig und ausgeglichen nach. In seiner zweiten Arbeitswoche steht bereits ein weiterer Besuch bei einem jungen Schüler an. Nach einem schweren Unfall kann der Kleine seinen täglichen Schulweg nur noch mit großer Angst bewältigen. Peng wird bestimmt noch vielen Menschen mit seinem freundlichen Hundewesen begegnen und die Arbeit des polizeilichen Opferschutzes unterstützen.
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