Mülheimer engagieren sich für die Flutopfer

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Gemeinsam mit Freunden sammelt der Mülheimer Bernd Hammes für die von der Flut betroffenen Tiere. (Foto: privat)
 
Auch der Verein "Help" engagiert sich im Sozialkaufhaus in Styrum für die Flutopfer. (Foto: privat)
Von Dirk-R. Heuer und Lisa Stemmermann


Zahlreiche Mülheimer engagieren sich in diesen Tagen, um Geld für die Opfer der Flutkatastrophe an Elbe und Saale zu sammeln.

Der Verein Help mit Hauptsitz in Magdeburg bittet um Geld- und Sachspenden für die Flutopfer in Sachsen-Anhalt. „Viele unserer Mitglieder sind seit Beginn der Katastrophe vor Ort. Derzeit helfen 44 von ihnen in Dessau, Halle und Magdeburg“, sagt Bettina Heikamp. Sie ist Geschäftsführerin des Mülheimer Sozialkaufhauses an der Oberhausener Straße 180. Das Kaufhaus wird von Help betrieben.„Unsere Mitglieder kennen die Situation vor Ort und sagen uns, dass eigentlich alles benötigt wird.“
Viele Menschen hätten ihr gesamtes Hab und Gut durch das Wasser verloren. Es habe oft die gesamte Einrichtung zerstört. „Die Menschen, die in ihre Wohnungen zurückkehren durften, schildern uns oft, dass nichts mehr zu gebrauchen ist. Wir bitten daher um Sachspenden, von elektrischen Haushaltsgeräten bis hin zu gutem Mobiliar. Es wird alles benötigt“, so Heikamp. „Es wäre schön, wenn Spender die Sachen zu uns bringen könnten“, fährt sie fort. „Wenn das nicht möglich ist, holen wir Dinge auch ab.“ Die Sachspenden würden vor Ort gesammelt und anschließend direkt zu den Betroffenen nach Sachsen-Anhalt gebracht.
Unter dem Stichwort „Flutopfer“ wird über das Konto 39152910 bei der Stadtsparkasse Magdeburg, BLZ 81053272, Geld gesammelt, das „zu hundert Prozent bei den Opfern ankommt“, so Heikamp. Weitere Informationen über Help sind im Internet unter http://www.help2007.de erhältlich.

Duisburger Bands singen in Mülheim für Flutopfer

Helfen möchten auch drei Duisburger Bands: In der SOL-Kulturbar am Theater an der Ruhr, Akazienallee 61, geben „Pension Sagmeister“, „Carl & the Hurricanes“ und „Blues Deluxe“ am Freitag, 28. Juni, ab 19.30 Uhr ein Konzert mit einem bunt gemischten Programm. Zu hören gibt es Jazz, Rock´n Roll der 50er-Jahre und Blues-Rock. Als Moderator führt Kay Sandrock aus Oberhausen durch das Programm, der selbst nicht nur Hobbymusiker sondern im Hauptberuf evangelischer Pastor ist. Die Spenden des Abends gehen an die Diakonie Katastrophenhilfe. Der Eintritt ist frei.

Bernd Hammes macht sich für die tierischen Opfer stark

Doch nicht nur den Menschen soll geholfen. Ebenso unter dem Hochwasser leiden die Tiere. Also haben sich einige Auslandstierschutzorganisationen zusammengeschlossen und vor allem über das soziale Netzwerk Facebook Spenden für die geliebten Vierbeiner gesammelt. Anlaufstelle war und ist der Mülheimer Bernd Hammes aus Dümpten, der in nur zwei Tagen soviel Spenden sammelte, dass er und Freunde sich mit zwei voll beladenen Sprintern - zur Verfügung gestellt vom Media Markt und vom Autohaus Wolf - auf den Weg nach Meissen machte. Von dort aus wurden alle Tierheime im Umkreis versorgt. Und weil die Spendenbereitschaft noch immer nicht nachlässt, organisiert Hammes für Samstag, 29. Juni, eine weitere Fahrt gen Osten. Für die Fahrt zur Verfügung gestellt hat die Musikschule der Stadt einen 7,5-Tonner. Wer ebenfalls Spenden möchte, kann sich gern unter Tel. 0163-2856028 melden.

Mülheimer im Einsatz

- Die Einsatzkräfte der Mülheimer Berufsfeuerwehr haben ihren Einsatz in Magdeburg bereits am Dienstagnachmittag beendet.
- Auch die Einsatzkräfte der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Landesverband Nordrhein sind am Donnerstag nach Hause gekehrt.
- Noch immer im Einsatz ist der Ortsverband Mülheim des THW-Landesverband NRW. Sie sind in der Altmark und in Aken stationiert.
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