Nachwuchs-Programmierer aus Mülheim entwickeln künstliche Intelligenz

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MINT-EC-Camp zum Thema Informatik vom 05. bis 09. April am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam



Berlin/Potsdam, 04.04.2016. Heute beginnen für 30 Schülerinnen und Schüler von Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC fünf Tage rund um das Thema Informatik. Am Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam planen, programmieren und testen die Jugendlichen aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein virtuelle Roboter. Mit dabei sind drei Schüler aus Mülheim an der Ruhr.

In Teams aus jeweils drei Schülerinnen und Schülern arbeiten die Jugendlichen an der Entwicklung der künstlichen Intelligenz eines virtuellen Roboters. Simon Gorissen sowie Martin und Michael Büßemeyer aus den elften Klassen der Gymnasien Broich und Heißen sind von Mülheim nach Potsdam gereist, um ihre Roboter, wie in einem Computerspiel, als Avatare in einem Turnier gegeneinander antreten zu lassen.

Die Teams stehen dabei vor zwei großen Herausforderungen. Zuerst müssen sie sich eine Strategie für das Turnier überlegen. Dabei treffen jeweils zwei Roboter in Einzelwettkämpfen in einer vorgegebenen Arena aufeinander. Ziel der Duelle ist es, den generischen Roboter durch das Legen von Minen und durch gezielte Angriffe außer Gefecht zu setzen. Die Energie des Roboters ist jedoch begrenzt. Er kann nicht in einer Runde die Arena scannen, fahren und angreifen. Die Schülerteams müssen sich überlegen, wie sie die Energie des Roboters strategisch am sinnvollsten einsetzen.

Steht die Strategie, müssen die Roboter programmiert werden. Die benötigten Kenntnisse der Programmiersprache Java lernen die MINT-Begeisterten in Einführungen von Studierenden des HPIs, die ihnen während des gesamten MINT-EC-Camps unterstützend zur Seite stehen.

Bevor das Turnier beginnt, haben die Nachwuchs-Programmierer, die Möglichkeit ihre Roboter zu testen. Die Roboter treten gegen einen „Empty-Bot“ an. Das ist ein Roboter, der keine Strategie hat und nur da steht. So können die elementaren Funktionen ausprobiert und optimiert werden. Die Jugendlichen lernen hierbei, wie in der professionellen Software-Entwicklung, Zwischenziele für eine effiziente Umsetzung der Strategie zu setzen. Außerdem werden alle Entwicklungsschritte dokumentiert und in einer Abschlusspräsentation ausgewertet.

Neben der Teamarbeit und der fachlichen Inhalte der Informatik, können die Jugendlichen in einer Vorlesung einen Eindruck gewinnen, wie es wäre am HPI zu studieren. Prof. Dr. Emmanuel Müller, Leiter Fachbereich Knowledge Discovery and Data Mining, spricht zu ihnen zum Thema Data Mining. Der Fachbereich beschäftigt sich damit, wie man mit Hilfe von Analysetechniken neue, unbekannte und unerwartete Muster in großen Datenmengen aufdecken kann.
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