Neue Schäden am Schloss Broich entdeckt

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(Foto: privat)
Mit dem lang ersehnten Frühling kam endlich sichtbare Bewegung in die Sanierung des Schlosses Broich. Die Arbeiten an der bröckelnden Fassade schreiten nun erkennbar voran. Aus Berlin kam die gute Nachricht zur weiteren Bezuschussung: Auch der erste Bauabschnitt an der Ringmauer wird mit bis zu 200.000 Euro gefördert (MW berichtete).

Die Freude darüber bleibt allerdings nicht ungetrübt, denn die letzten Winter mit extremer Feuchtigkeit und langen Frostperioden haben zu massiven neuen Schäden geführt. Die Essener Firma Baufeld GmbH, versiert in der Sanierung historischer Bauwerke, hatte den Zuschlag für den Bauabschnitt an der straßenseitigen Fassade und am Giebel erhalten. Nach der Umstellung der Gerüste soll bis November der westliche und hintere Teil der Fassade ebenso saniert werden.

Kein einfaches Unterfangen, denn die bisherigen Analysen wurden durch die Befunde bestätigt: Die Fassade ist ein „Patchwork“ aus unterschiedlichsten baulichen Epochen. „Deshalb muss mit entsprechender Sensibilität eine später möglichst un-sichtbare Sanierung oder ein Austausch des Ziegelmauerwerks und der Steine vorgenommen werden“, erklärt Heike Blaeser-Metzger.

Ringmauer-Sanierung wird mit 200.000 Euro bezuschusst

Ebenso erfreulich war die Post aus Berlin, die am Donnerstag die MST erreichte: Staatssekretärin Ulrike Flach, die sich bereits erfolgreich für Fördermittel für diesen Bauabschnitt engagiert hatte, erhielt die Mitteilung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dass sich der Bund auch an der Ringmauer-Sanierung mit bis zu 200.000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm IV beteiligt. Mit den Arbeiten soll ebenfalls noch 2013 begonnen werden.

Massive Schäden am Turmfragment

„An dem historisch bedeutendsten Teil der Anlage, den spätkarolingischen Turmfragmenten aus dem neunten Jahrhundert, sind nach diesem Winter massive Schäden zutage getreten“, erklärt die Prokuristin. Herausgebrochene Steine offenbaren beträchtliche Hohlräume „Es besteht akute Einsturzgefahr, daher muss erneut eine Notsicherung errichtet werden.“ Auch die anderen Mauern weisen einen schon für Laien erkennbaren, dringenden Sanierungsbedarf auf.

„Die Anmietungen der Räume im Schloß werden jedoch nicht beeinträchtigt“, betont Heike Blaeser-Metzger: Bei den derzeit geräuschintensiven Arbeiten werden gebuchte Empfänge, Trauungen und sonstige Feierlichkeiten berücksichtigt und keineswegs akustisch „untermalt“. Gleiches gilt für die Veranstaltungen im Schloßhof.

Weitere Informationen hierzu finden sich hier
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