Neuer Bebauungsplan für RSV-Sportanlage

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Der Eingangsbereich der RSV-Sportanlage mit den alten Kassenhäuschen.
Um das, was von der Sportanlage des RSV noch geblieben ist, ging es am Dienstag, 26. Januar, als sich Anwohner über die Neugestaltung des Sportplatzes informierten. Seit 2014 hatte sich am Zustand dort nichts getan. Die Metallzäune sind vor lauter Wildwuchs kaum noch zu erkennen. Eine Anwohnerin hatte erfahren, dass der RSV beabsichtigt, die Metallzäune zu demontieren und wiederzuverwenden. Dem wird die Stadtverwaltung nachgehen.

Dem Aufruf zur Bürgerbefragung am Dienstag waren etwa 40 Anwohner gefolgt und hatten sich im Gemeindezentrum Hingbergstraße eingefunden. Die an den ehemaligen Sportplatz angrenzende Rudolf-Harbig-Straße wächst mehr und mehr zu. Auch die beiden Platanen müssten beobachtet werden und erscheinen den Anwohnern nicht mehr als sicher einzustufen. Auch diese Anregung nahm die Stadtverwaltunng, das Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht und Stadtentwicklung - vertreten durch Felix Blasch, Dieter Triesch und Claudia Voß – zur Prüfung mit. „Die alten Kassenhäuschen müssen nicht erhalten werden,“ das liegt im Ermessen des Investors, so Felix Blasch.

Blasch rechnet damit, dass Ende 2016 ein Investor und Bauträger für die Anlage bekannt gegeben wird. Vorausgehen werden politische Entscheidungen im Planungs- und Finanzausschuss im Dezember 2016. Besonders interessiert zeigten sich die Anwohner an Geschosshöhen, Lärmschutz, Parksituation und die Zufahrt zu ihren Häusern in der Rudolf-Harbig-Straße. Felix Blasch erwartet zurzeit keine zusätzlichen Kosten, die mit dem Baubeginn auf die Anwohner zukommen könnten. Die müssen sich allerdings ab Mitte 2017 auf Lärm und Schmutz einstellen, wenn voraussichtlich die ersten Bagger anrollen.

Hintergrund der neuen Bebauung im Bereich der RSV-Sportanlage ist der Beschluss von 2011, der vorsieht, dass „neue Sportanlagen gebaut werden sollen. Zur Finanzierung ist der Verkauf der städtischen Fläche zum Beispiel an der Rudolf-Harbig-Straße notwendig.“ Felix Blasch erläuterte am Dienstag das weitere Vorgehen. Der neue Bebauungsplan, der zurzeit im Technischen Rathaus ausliegt, mildert vor allem die Lärmsituation von der U-Bahn-Trasse und Autobahn ab. Die Eingriffe in die Grünstruktur im nord-östlichen Bereich sind sehr gering, so Blasch. Gegenüber dem ersten Plan sieht der neue Bebauungsplan weniger Baufläche vor. Mehrgeschossige Häuser sollen laut Plan auch vor Lärm abschirmen. Vier Geschosse sind im Reihenhausstil möglich. Die Fortsetzung der bereits vorhandenen Bauhöhe würde damit erreicht. Nur eine kleine Lärmschutzmauer ist in Planung. Ansonsten sind städtische und private Doppelhäuser rund um eine Grünfläche/Spielplatz geplant.

Ein Weg wird von der Rudolf-Harbig-Straße am Spielplatz vorbei durch die Bäume bis zur Hingbergstraße vorgesehen. Der Baumbestand im Norden soll – nach den Sturmschäden – teilweise wieder aufgeforstet werden, so die Verwaltung. Weitere Anfragen und Anregungen zur geplanten Bebauung nimmt Claudia Voß, Tel. 455-6134, entgegen.
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