Neues Luftschiff "Theo" soll im August abheben

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(Foto: PR-Foto Köhring/KP)
 
(Foto: PR-Foto Köhring/KP)

Mülheim und die Blimps, das gehört einfach zusammen. Und deshalb zögerte Inge Bachmann, Inhaberin der WDL-Gruppe, nicht lange, als man ihr die Zerstörung des letzten Luftschiffes durch Pfingststurm Ela mitteilte: „Wir machen weiter, was sonst“. 14 Monate nach dem verheerenden Sturm, der den Blimp zerfetzte, wurde das neue Luftschiff getauft.

Damit setzen Barbara Majerus und Inge Bachmann, die seit dem Tod von Theodor Wüllenkemper vor drei Jahren als geschäftsführende Gesellschafterinnen die Leitung des Unternehmens übernommen haben, eine lange Tradition fort. 1955 hatte Wüllenkemper zusammen mit Inge Bachmann die WDL begründet und zunächst Werbung mit Flugbannern gemacht. Eine Änderung der Luftrechte machte dieses Geschäftsmodell zunichte. Mindestens 300 Meter hoch mussten die Flugzeuge fliegen, das machte Banner nicht mehr leserlich. Das brachte Wüllenkemper auf die Idee, Werbung auf Luftschiffen zu machen.

Vor 43 Jahren startete das erste Luftschiff

1972 hob das erste heliumgefüllte Luftschiff über Mülheims Himmel ab und machte als der „fliegende Musketier“ Werbung für die Wicküler Brauerei. Insgesamt sieben Luftschiffe fuhren bis letztes Jahr über die Ruhrstadt, seit 2009 übrigens mit Werbung für die WAZ-Mediengruppe. Auch die Rundflüge mit dem Blimp waren sehr beliebt.

Für den Bau des neuen Luftschiffes setzte die WDL-Geschäftsführung auf bewährte Kontakte und beauftrage befreundete Firmen mit dem Neubau. Alte Daten mussten digitalisiert werden, neue vermessen. „Nur mit vereinten Kräften aller Mitarbeiter in Mülheim und Köln und unter Mithilfe der beteiligten Firmen konnte das neue Luftschiff realisiert werden“, betont Pfarrer Ulrich Schreyer bei der Taufe.

Er hob noch einmal die visionäre Kraft Wüllenkämpers und die tatkräftige Unterstützung der beiden Damen in der Geschäftsführung hervor, ohne die die Entwicklung des Unternehmens so nicht möglich gewesen wäre.
Besonders an letztere richtet er auch seinen Dank. „Nach dem Tod von Theodor Wüllenkemper habe ich bei meiner Trauerrede gefragt, wie es jetzt wohl weitergehe mit dem Unternehmen, unter der Leitung von Barbara Majerus und Inge Bachmann? Die Sorge war unbegründet. Mit viel Fingerspitzengefühl und Bravour haben sie seitdem die Firma weitergeführt.“

Gottes Segen, der Mannschaft gute Fahrt und dem Schiff allzeit eine gute Wetterlage wünschte Schreyer, bevor das Schiff mit Sekt auf den Namen „Theo“ getauft wurde und Rosenblätter von der Kuppe segelten.
Den Namen wählte eine Jury aus Vorschlägen aus, die die Mülheimer machen konnte.

Das Luftschiff

>>Konstruktionspläne des alten Luftschiffes dienten als Vorlage für das neue, nun eines der modernsten Blimps der Welt.
>> Die Hülle mit einer Fläche von 3000 Quadratmetern fasst 6700 Kubikmeter Helium, Klarlack schützt vor Verschmutzung. Der Stoff ist fester und leichter als der alte.
>> „Theo“ ist 59,75 Meter lang und 19,3 Meter hoch. In der Gondel haben acht Personen Platz.
>> 700 Tickets für Rundflüge sind schon verkauft. Der Jungfernflug soll Mitte August stattfinden.
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