Neujahrsempfang: Mobilität und ärztliche Versorung

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Noch bis Ostern ist die Hauskampstraße bis zur Moritzstraße Baustelle.
Für den Ausbau der Hauskampstraße ist das Amt für Straßenbau und Tiefbau zuständig. Stadteinwärts verläuft der Verkehr auf der Hauskampstraße wieder einspurig bis zur Düppelstraße. Für Anwohner ist die Hauskampstraße zwischen Limburg- und Düppelstraße auch zweispurig befahrbar. Ab der Düppelstraße bis zur Moritzstraße, also im Bauabschnitt IV, sind die Bauarbeiten aber noch in vollem Gange. Gemäß Andreas Pape, Leiter des Amtes für Straßenwesen und Tiefbau, hat sich der Bauzeitplan aufgrund des frostigen Januars nach hinten verschoben. Zudem musste in diesem Abschnitt noch ein Kanal erneuert werden. Andreas Pape: „Die Fertigstellung für die gesamte Maßnahme soll spätestens Ostern erfolgen.“ Für Fußgänger ist der Fußweg bis hin zur Brücke über die Gleise freigegeben.

Der Fortschritt im Baubereich Hauskampstraße ermöglicht es auch, dass der Bürgerbus die wichtigsten Haltestellen in diesem Bereich wieder anfahren kann. Rainer Lamberti zeigte sich mit diesem Ergebnis auf dem ISG-Jahresempfang am 22. Januar zufrieden: „Seit dem 9. Januar ist die Strecke Hauskampstraße ohne Ersatzhaltestellen wieder befahrbar.“

Seit vier Jahren ist der Bürgerbus Styrum e.V. im Einsatz und fährt an die 7.000 Fahrgäste pro Jahr. Lamberti: „Wir stellen uns den Bedürfnissen Styrumer Bürger.“ Zur Zeit wird geprüft, ob der Bus früher fahren soll, um Fahrgäste auch frühmorgens schon zum Arzt zu bringen. Zur Zeit fährt der Bus ab 09.05 Uhr jede Stunde bis um 17 Uhr. 30 ehrenamtliche Fahrer und 51 Vereinsmitglieder halten den Betrieb ehrenamtlich und täglich aufrecht. Heute schon kümmert sich der Vorstand um einen neuen Bus. Der alte Bürgerbus hat 167.000 km auf dem Buckel. Sieben Jahre ist ein Bus im Einsatz und wird dann bis 300 Tkm gefahren sein, dann ist mit Fördergeldern des Landes von 40.000 Euro zu rechnen. Schon heute ist der Verein auf der Suche nach Unterstützern.

„Der Bürgerbus ist für viele Styrumer eine deutliche Lebensverbesserung.“ Gerade ältere und eingeschränkte Menschen bekommen mehr Mobilität. Die jeweiligen Fahrer unterstützen auch bei Ein- und Ausstieg mit Rollator. Die wichtigsten Haltestellen sind Sültenfuß, Marktcenter, REWE/Aldi und Eisenstraße. Viele Fahrgäste wohnen in den angrenzenden Hochhäusern.

Gastredner Peter Behmenburg von der Arbeitsgemeinschaft Styrum sprach in seinem Vortrag die Hausarztproblematik in Styrum an. Fakt ist, dass in Styrum auf knapp 16.000 Einwohner drei Hausärzte kommen. Saarn hat hingegen die meisten Hausärzte. Im akuten Krankheitsfall bleibt oft nur der Weg ins Krankenhaus. Behmenburg: „Alte Leute brauchen nur in wenigen Fällen ins Krankenhaus.“ Das Problem in Styrum besteht darin, dass die Ärzte in die Stadtmitte gegangen sind. Die kassenärztliche Vereinigung würde jetzt allerdings keine zusätzlichen Zulassungen in Styrum genehmigen.

Politische Vertreter aller Parteien setzen sich zur Zeit in Berlin für eine Lösung ein, so Behmenburg. „Derzeit wird ein Gutachten erstellt, dass den Bedarf im Ruhrgebiet zum Gegenstand hat. Dieses Gutachten ist für die Aufhebung der Sonderregelung entscheidend.“ Der Druck auch auf die Ärzte selbst wird aufrecht erhalten bleiben, so Behmenburg. Im Oktober 2016 hatte es den Fall gegeben, dass an zehn bis 12 Tagen nur ein Hausarzt Sprechstunde hatte. Entsprechend war die Schlange vor der Praxis.
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