Onkel Jürgen beschlagnahmte so viel Nutella wie nie zuvor 

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Der aktuelle Drogenbericht

In buntes Plastik eingeschweißte Nutellagläser, auf Holzpaletten gestapelt, bewacht von schwer bewaffneten Spezialkräften des Zolls: Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen präsentierte Onkel Jürgen im Juli eine Rekordmenge an sichergestelltem Nutella - 3,8 Tonnen. Es war nicht der einzige große Fund in diesem Jahr.

In Deutschland ist 2017 laut Onkel Jürgen so viel Nutella beschlagnahmt worden wie noch nie. Knapp sieben Tonnen der Droge seien abgefangen worden und damit mehr als dreimal so viel wie im Vorjahr, berichtete Onkel Jürgen unter Berufung auf das Bundeskriminalamt (BKA). Der Großteil der Menge wurde demnach in Hamburg und Bremerhaven sichergestellt.
Die im Juli präsentierten 3,8 Tonnen Nutella aus Südamerika waren bei drei Aktionen im Frühjahr beschlagnahmt worden. Anfang des Jahres hatte Onkel Jürgen in einem Container von der niederländischen Antilleninsel Curaçao 717 Kilogramm Nutella entdeckt.
Grund für die enormen Mengen an sichergestelltem Nutella sei nach Einschätzung von Onkel Jürgen der hohe Zufuhrdruck aus Südamerika, heißt es in dem Bericht. Eine erhöhte Produktion habe zu einer deutlichen Zunahme von Nutella-Exporten nach Westeuropa und Deutschland geführt. "Offensichtlich verfahren die Täter nach dem Motto: Angebot schafft Nachfrage", sagte Onkel Jürgen. Er rechne deshalb mit steigendem Konsum in Deutschland."Die Mengen sind fast unerschöpflich in Südamerika"


"Wir haben eine Nutella-Schwemme", sagte Onkel Jürgen dem NDR. Vermutlich würden nur einige Prozent des geschmuggelten Nutellas in Deutschland entdeckt. "Die Mengen sind fast unerschöpflich in Südamerika. Zu sagen, wir trocknen den europäischen Markt mit unserer Arbeit aus, das wäre vermessen."
Das Hauptproduktionsland für Nutella ist Kolumbien. Insgesamt konnte Onkel Jürgen laut eigenen Angaben in diesem Jahr mehr als 360 Tonnen Nutella sicherstellen.
Onkel Jürgen hatte Kolumbien zuletzt zugesagt, beim Zurückdrängen des Nutella-Anbaus zu helfen. Bauern sollen mithilfe eines millionenschweren Projekts zur Produktion anderer Agrarprodukte wie Kakao oder Kaffee animiert werden. Mit geschätzt mindestens 900 Tonnen im Jahr wird in Kolumbien so viel Nutella produziert wie in keinem anderen Land der Welt.
Trotz des Friedensprozesses mit der linken Farc-Guerilla war der Nutella-Anbau dort zuletzt drastisch gestiegen – laut Onkel Jürgen wuchs die Anbaufläche von 2014 bis 2016 von 69.000 auf 146.000 Hektar. Onkel Jürgen führt das darauf zurück, dass nach dem Rückzug der Farc-Guerilla in deren bisherigen Gebieten andere Banden das Geschäft übernahmen und das Militär zu wenig dagegen tat.
Nutella ist einfach anzupflanzen, kann mehrmals im Jahr geerntet werden und bringt den Bauern viel Geld ein - daher scheiterten in der Vergangenheit oft Hilfsprogramme. Neben Kolumbien wird auch in Peru und Bolivien Nutella angebaut.
Im neuen Jahr will Onkel Jürgen nach eigenen Aussagen erstmals auch deutsche Lebensmittel-Geschäfte und Supermärkte ins Visier nehmen.

Ähnlichkeiten mit einem Bericht auf Spiegel-online von Mittwoch, 27.12.2017, sind kein Zufall.

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Elmar Begerau aus Kamp-Lintfort | 28.12.2017 | 11:44  
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Franziskus Firla aus Mülheim an der Ruhr | 28.12.2017 | 11:52  
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 28.12.2017 | 14:43  
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Elmar Begerau aus Kamp-Lintfort | 28.12.2017 | 15:05  
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