Rosengarten bekommt Replik

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Zwei Jahrelang ist der Sockel der Bronzeskulptur „Flora“ im Rosengarten nun schon leer. Seit den 30-Jahren stand hier die Skulptur des damaligen Bildhauerei-Professors Richard Langer von der Düsseldorfer Kunstakademie. Nach zahlreichen Beschädigungen durch Vandalismus wurde die Skulptur aus dem Rosengarten entfernt, um sie nach fachgerechter Restaurierung an einem geschützten Ort aufzustellen.

„Immer wieder wurde die Bronzeskulptur beschädigt“, so Barbara Thönnes vom Kunstmuseum. Dabei wurde die Skulptur beispielsweise mit Farbe beschmiert. Im Juli 2014 sägten zuletzt Metalldiebe einen Teil des Armes ab. „Daraufhin haben wir beschlossen die Originalskulptur durch eine Replik zu ersetzen.“ Anfang November soll die weitaus kostengünstigere Replik aus glasfaserverstärktem Kunststoff am ursprünglichen Aufstellungsort aufgestellt werden.

Angefertigt wurde die Replik vom Restaurierungsatelier „Die Schmiede“. „Wir haben die Originalskulptur 2014 zur Restaurierung schon bekommen“, erinnert Mine Erhan vom Restaurierungsatelier. Als die Polizei Ende 2014 bei einer Hausdurchsuchung in anderer Sache den Arm zufällig fand, wurde dieser an die Duisburger „Schmiede“ übergeben. Der Arm war weitestgehend unversehrt, lediglich ein paar Finger haben gefehlt. Diese konnten jedoch laut Mine Erhan rekonstruiert werden. „Wir haben die Finger von der rechten Hand eingescannt, gespiegelt und dann noch einmal zurecht geformt“.

Um die Replik in Zukunft vor Vandalismus zu schützen, wurden sensible Stellen wie zum Beispiel die Finger mit Edelstahlteilen verstärkt. Die Wachsschicht, die über einer echten Bronzeschicht liegt, soll zusätzlich helfen Graffiti leichter entfernen zu können. Um die Replik in Zukunft besser vor erneutem Vandalismus zu schützen, hat sich die Regler-Produktion zudem bereit erklärt eine Kunstpatenschaft zu übernehmen.

Die Original Bronzeskulptur wird derzeit noch restauriert und soll nach Fertigstellung im Eingangsbereich der Stadthalle aufgestellt werden. „Wir möchten dem Mülheimer Kunstverein an dieser Stelle für die finanzielle Unterstützung danken“, erklärt Barbara Thönnes. „Sonst wäre eine Restaurierung nicht möglich gewesen“.
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