Sanierung beginnt im Sommer 2018

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Etliche Bürger verließen die Infoveranstaltung unzufrieden.
 
Einige Planungen stießen auf Unverständnis.

Die Oppspringkreuzung steht vor der Sanierung. Während der Sommerferien 2018 sollen die Bauarbeiten an dem Verkehrsknotenpunkt beginnen.

Rund vier Millionen Euro für Umbau kalkuliert die Verwaltung dafür ein. Das erklärten Mitarbeiter der Verwaltung während einer Informationsveranstaltung am vergangenen Donnerstag in der Aula der Luisenschule.

Die Planungen sehen vor, dass die jeweils zwei Fahrspuren auf der Zeppelinstraße auf künftig eine Spur je Richtung reduziert wird. Nach Angaben der Verwaltung sei der Erhalt der bislang zwei Spuren nach heutiger Rechtslage nicht mehr erlaubt.
Die bisher getrennten Haltestellen der Straßenbahnen (104 und 112) sowie der Buslinie 753 legen die Planer zu einer zusammen - stadtauswärts entsteht sie kurz vor der Einmündung zur Pasteurstraße. Schräg gegenüber liegt künftig die stadteinwärts geplante Haltestelle. Beide werden barrierefrei gestaltet.
Zusätzlich entstehen Radwege auf beiden Seiten der Zeppelinstraße. Die neuen Fahrspuren entsprechen mit einer Breite von 3,25 Metern den Vorschriften. Zusätzliche Schutzstreifen dienen künftig der Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern. Auf beiden Seiten werden zudem mindestens 1,60 Meter breite Fußwege gebaut. Die Verminderung auf einen Fahrstreifen führe laut Verwaltung zudem zu einer Reduzierung der Geschwindigkeit, des Lärms und der Schadstoffemissionen.


Rat beschloss Umbau im Dezember 2016

Im Rahmen der Umbaumaßnahmen, die der Rat bereits im Dezember beschlossen hatte, saniere die MVG zugleich auch die Gleise.
„An der bisherigen Anzahl der Parkplätze ändert sich wenig“, erklärte Helmut Voß vom Amt für Verkehrswesen und Tiefbau der Stadt Mülheim. Die rund 30 Plätze sollen erhalten bleiben – aber nur, wenn eine zusätzliche Fläche dazukomme. Die Breite der Parkplätze bliebe mit einer Breite von 1,85 zwar unter der Norm, böten aber wegen der 50 Zentimeter breiten Schutzfläche ausreichend Platz. Er kündigte an, dass die Stadt mit einigen Anwohnern sprechen wolle. Bislang parken einige von ihnen auf Flächen, die nur zu 50 Prozent den Eigentümern gehören. Der Rest der Fläche liegt in städtischem Eigentum. Hier soll den Anwohnern die städtische Fläche zum Verkauf angeboten werden.
Die Frage nach einer Parkplatzbewirtschaftung der verbleibenden Plätze lehnten die Bürger bei einer kurzen Umfrage mit großer Mehrheit ab. Kritisch sehen sie auch die geplante neue Ampel auf Höhe der Pasteurstraße. Die Anwohner befürchten, dass sie dann kaum noch in Richtung Innenstadt fahren können. Sie befürchteten auch, dass „der Schleichverkehr künftig noch ansteigt“, so ein Anwohner. Die Anwohner bezweifelten, dass der Verkehr künftig reibungsloser verlaufe, weil jeweils eine Fahrspur fehle. Sie wiesen darauf hin, dass sich der Verkehr bis in die Kreuzung zurückstaue, wenn beide Straßenbahnen aus Verspätungsgründen gleichzeitig an der neuen Haltestelle stünden. „Allein in dieser Woche habe ich das Pünktlichkeitsversprechen der MVG viermal in Anspruch genommen“, erklärte eine Anwohnerin als Bestätigung dafür, dass es häufiger zu Verspätungen komme. Oftmals kämen dann auch zwei Bahnen hintereinander, bemerkte sie.
Die Bewohner der Zeppelinstraße bezweifelten zudem, dass sich der Lärm und die Emissionen verminderten. Insbesondere während der Hauptverkehrszeiten würde das vorgelegte Konzept nicht funktionieren, zumal dann die Fahrzeuge vom Parkplatz des Supermarktes kaum eine Chance hätten, auf die Zeppelinstraße abzubiegen. Sie regten an, entsprechende Schadstoffmessungen vor- und nachher durchführen zu lassen.

Kosten teilweise umlagefähig

Die Kosten für die Umgestaltung bezifferte die Verwaltung auf rund 3, 9 Millionen Euro. Ein kleiner Teil davon ist umlagepflichtig und muss von den Eigentümern aufgebracht werden. Im Durchschnitt betrage die Summe rund 3000 Euro hieß es am Rande der Veranstaltung. Je größer die Fläche, desto höher würden auch die Kosten. Gewerbeeigentümer würden zudem mit höheren Beiträgen belastet.

Die Dauer der Gesamtbaumaßnahme betrage rund sieben Monate. Die Bauausführung soll weitestgehend in mehreren Teilabschnitten und jeweils halbseitig durchgeführt werden und im laufenden Betrieb stattfinden. Ziel sei, die Behinderungen so gering wie möglich zu halten. Am Ende der Veranstaltung verließen etliche unzufrieden Bürger die Versammlung: „Wir werden doch gar nicht ernst genommen“, so ihre Meinung.
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