Schüler pauken in den Ferien

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Ausbilder Jens Renken mit den stolzen Juniorrettern. (Foto: Foto: privat)

Es sind Ferien – und trotzdem sitzen zwölf Jungen und Mädchen bewaffnet mit Block und Kuli im Unterrichtsraum von „Haus Ruhrnatur“ und hören gebannt zu, wie Jens Renken, Ausbilder der DRK-Wasserwacht, über Baderegeln spricht und die Gefahren des Wassers erklärt.

Die Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen acht und elf Jahren wollen alle Juniorretter werden. Das Besondere an diesem in den Ferien angebotenen Kurs der DRK-Wasserwacht ist, dass dieser in Kooperation mit dem Haus Ruhrnatur vom RWW durchgeführt wird. Das Programm des dreitägigen Kurses beinhaltet neben Theorie und Praxis auch Informationen über Flora und Fauna unserer Ruhr.

Museumspädagogin Christa Schragmann zeigte den Kursteilnehmern bei einer Exkursion in die Saarner Ruhraue Pflanzen, Vögel und Fische. Die ganz kleinen Lebewesen konnten die Kinder mit einem Kescher selbst aus dem Flachwas-serbereich oberhalb des Florawehrs fischen und anschließend unter den Mikroskopen im Unterrichtsraum untersuchen. Alle waren überrascht, wie viel Leben im Wasser der Ruhr enthalten ist. Frau Schragmann machte dann auch deutlich, dass das Vorhandensein der vielen Kleinlebewesen ein Indiz für die hohe Wasserqualität ist. Schließlich liefert die Ruhr Trinkwasser für fünf Millionen Menschen. Spätestens da wurde allen Kursteilnehmern deut-lich, wie wichtig es ist, unsere Gewässer vor Verunreinigung zu schützen.

Beim praktischen Teil im Schwimmbad lernten die Teilnehmer, sich selbst so zu verhalten, dass die Freude am Schwimmen ungetrübt bleibt und Gefahren durch kluges Verhalten ver-mieden werden. Dann zeigte DRK-Ausbilder Jens Renken noch einfache Methoden, wie man anderen Menschen helfen kann, die in Wassernot geraten sind. Zum Schluss gab es noch eine schriftliche Prüfung, die alle Teilnehmer bestanden haben. Trotz der Anstrengun-gen hat der Kurs allen viel Spaß gemacht. Mit Stolz nahmen sie dann auch die Urkunde zum Juniorretter entgegen. „Wenn wir zwölf sind, kommen wir wieder und machen dann das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen“, versprachen zwei elfjährige Mädchen begeistert.
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