Schulhund an der GGS Augustastraße im Einsatz

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Tanja Hammelsbeck (li.) mit Schulleiterin Simone Dausel, Schülerinnen und Schülern der GGS Augustastraße und Hund Ini.
Mülheim an der Ruhr: GGS Augustastraße | Schulleiterin Simone Dausel ist selbst Hundebesitzerin. Ihr Hund Ini wird wohl bald einspringen, denn Schulhund Momo fällt zur Zeit wegen Krankheit aus. Simone Dausel: „Bei einer Fortbildung Styrumer Schulen hatte ich erfahren, dass die Willy-Brandt-Gesamtschule bereits einen Schulhund hat.“ Das war im Sommer 2013. Daraufhin hat Tanja Hammelsbeck eine Team-Ausbildung mit ihrem Hund Momo gemacht. Einmal pro Woche kommt sie mit Momo für zwei Stunden in die Schule.
Ein Schulhund begleitet immer seine feste Bezugsperson. Im Team kann der Hund seinen Pädagogen unterstützen. Tanja Hammelsbeck: „Durch Momo ist die ganze Atmosphäre eine andere. Die Kinder sind dann sehr aufmerksam und bei der Sache.“ Leckerchen werden versteckt und der Hund sucht. Momo ist ein guter Zuhörer, der Kindern gerne beim Lesen zuhört – für Leckerchen versteht sich. „Dem Hund vorzulesen, ist für Kinder gedacht, die sich noch nicht zutrauen, vor der ganzen Klasse vorzulesen,“ weiß Tanja Hammelsbeck aus Erfahrung. Anschließend wird dem Hund das gelesene Buch gezeigt. Die Anwesenheit des Tieres fördert die Lernmotivation und Konzentration. Der Einsatz eines Schulhundes stärkt zudem die Persönlichkeit der Grundschüler. Auch das spielerische Buchstabenlernen mit dem Hund macht gleich mehr Spaß. Schulängste werden abgebaut und der respektvolle Umgang untereinander und mit Tieren wird gefördert.
Voraussetzung ist allerdings, dass die Eltern vor Schulantritt ihre Einwilligung geben. Momo und vielleicht bald Ini kommt dann in die Klasse derjenigen Kinder, die mit Hund lernen dürfen, und begrüßt zunächst die sitzenden Kinder. Momo geht dann entspannt von einem zum anderen Kind. Dieses Eingangsritual ist wichtig, denn ohne diese Regel würde sich die gesamte Klasse gleich auf den Hund stürzen und das bedeutet Stress für alle Beteiligten.
Die Kinder der GGS Styrum lernen auch, wie man artgerecht mit Hunden umgeht. Wasser wird hingestellt und dann folgen zwei Stunden Unterricht mit der Lehrerin, Tanja Hammelsbeck und Momo. Die Praxis hat gezeigt, das Schülerinnen und Schüler durch die tiergestützte Pädagogik in ihrer ganzheitlichen Entwicklung gefördert werden. Der Hund als Seelentröster, als Lernbegleiter, Ruhespender und geduldiger Zuhörer wird mehr und mehr zum Teil der Lerngemeinschaft an der Augustastraße. „Eine spezielle Ausbildung für Bezugsperson und Schulhund ist nicht zwingend erforderlich, dennoch empfehlenswert,“ erläutert Simone Dausel das Konzept mit Schulhund. Wichtig ist, dass Begleiter und Hund ein Team sind. Sicherlich ist nicht jeder Hund für den Schuldienst geeignet, Momo und Ini bringen aber sicherlich die nötige Gelassenheit mit.
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