Spannend: Eine Führung durch das Wasserwerk

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Zentralwarte Mülheim an der Ruhr (Archivbild RWW) (Foto: RWW)
 
Wasserwerk Mülheim-Styrum (Luftbild: Archiv RWW) (Foto: RWW)
Immer wieder zieht das Wasserwerk Mülheim Styrum interessierte Familien an, so auch in den Osterferien. Die nächste offene Bürgerführung ist allerdings erst für Juni geplant. Da zurzeit der übliche Raum für Vorträge anderweitig genutzt wird, werden Gruppenführungen erst wieder nach dem Sommer angeboten. „Umbaubedingt finden Führungen erst wieder im 2. Halbjahr 2017 statt.“ Miriam Schmalhoff ist verantwortlich für Gruppenführungen durch das Wasserwerk - auf Anfrage unter Tel. 0208-4433390: „Im zweiten Halbjahr ist die Situation wieder entspannter, da steht der Raum für Vorträge wieder zur Verfügung.“

Eine Führung beinhaltet etwa eine Stunde Vortrag über die Funktionsweise eines Wasserwerks, die Wasserversorgung in Mülheim und viele andere Dinge rund um Wasser und Wasserreinhaltung und hängt zeitlich von der Zusammensetzung der Gruppe ab. „Mit Schulklassen fällt der Vortrag etwas kürzer aus,“ weiß Miriam Schmalhoff aus Erfahrung. Ältere Semester interessiert dann eher das Haushaltsverhalten im Umgang mit Wasser oder die Kooperation mit der Landwirtschaft. Nach einem Vortrag geht es ab ins Gelände: Filteranlagen, Aufbereitungsbecken und die Gärtnerei sind dann für Schüler wieder interessanter. Insgesamt dauert so eine Führung etwa 2,5 Stunden.

Das Styrumer Wasserwerk hat eine Geschichte zu erzählen: Bereits 1871 als Aktiengesellschaft Oberhausener Wasserwerk errichtet, gründete 1893 August Thyssen gleich neben dem Wasserwerk eine Gewinnungsanlage, um die Walz- und Röhrenwerke in Styrum und seine Zechen in Gladbeck zu versorgen. Erst 1912 wurde das Wasserwerk Styrum mit dem heutigen RWW-Wasserwerk Mülheim-Dohne zusammengeschmolzen. So hochtechnisiert wie heute konnte man sich damals die Funktion von Wasserwerken noch nicht vorstellen.

Aus Zusammenlegungen ging das heutige RWW-Ruhrwasserwerk Styrum hervor und arbeitet seit 1982 mit speziellen Verfahren zur Reinigung unseres täglich Trinkwassers. Das Ruhrwasser wird zunächst über Sandfilterbecken geleitet, die wie ein Filter wirken und Schweb- und Trübstoffe zurückhalten. Für weitere Details ist eine Führung nur zu empfehlen.

Heute werden vom Wasserwerk Styrum/Ost etwa 350.000 Menschen in Oberhausen, Mülheim und Bottrop mit Trinkwasser versorgt. Dorsten ist zur Zeit Leitstand für die Grundwasserversorgung. RWW-Pressesprecher Ramon Steggink: „Der Leitstand in Styrum wird zur Zeit überholt. Während der Bauphase wird aus Dorsten gesteuert.“ Vom Norden in Dorsten ist es möglich auch den Süden zu steuern. „Ansonsten läuft die Steuerung der Wasserwerke immer von Süden – also von Styrum - nach Norden,“ so Steggink.

Der nächste Tag der offenen Tür für eine Wasserwerksbesichtigung wird daher auch in Dorsten stattfinden, gefolgt vom Wasserwerk in Essen-Kettwig, das in den 1990er Jahren aufwendig saniert wurde. Der nächste Tag der offenen Tür in Mülheim Styrum ist erst für 2018 oder 2019 in Planung. Interessierte Einzelpersonen können aber auch jetzt jederzeit einen Termin in organisierten Gruppen erfragen, so Miriam Schmalhaus. Führungen kommen als Gruppe mit zehn Personen zustande.
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