Tagesbruch an der Aktienstraße

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Auf einem Garagenhof an der Aktienstraße hat sich wohl schon zum zweiten Mal ein Tagesbruch aufgetan. Vor den Garagen ist das Pflaster auf einer Fläche von mehr als zehn Quadratmetern abgesackt. Erste Anzeichen dafür gab‘s wohl schon vor zwei Monaten

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Nach einer Ortsbegehung von Tiefbauamt und Polizei wurde das für solche Fälle zuständige Bergamt der Bezirksregierung Arnsberg eingeschaltet. Eine Spezialfirma wurde beauftragt, mit Sondierungsbohrungen mögliche Stollen aus dem Zeitalter des Bergbaus zu entdecken. Von den Arbeiten zeugt ein etwa acht Meter hohes, gelbes Zementsilo, das in Höhe der Einmündung Eschenbachstraße aufgestellt wurde.

„Es deutet sich an, dass dort Stollen verlaufen, es muss aber nicht sein“, äußert sich ein Mitarbeiter der Firma eher vage. Auch An-dreas Nörthen, Sprecher der Abteilung Bergbau bei der Bezirksregierung, spricht nur von der „Suche nach unbekannten Hohlräumen und Lockerschichten“. Nach Auskunft von Anwohnern sollen die aber schon entdeckt worden sein.

Wie lange die Arbeiten an der Aktienstraße dauern werden, will momentan noch niemand voraussagen. Am Dienstag erwartet Andreas Nörthen erste Ergebnisse. Vorerst bleibt die rechte der beiden stadteinwärts führenden Fahrspuren gesperrt. Der Geh- und Radweg ist an dieser Stelle nicht nutzbar.

Erste Anzeichen vor zwei Monaten

Erste Anzeichen für einen Tagesbruch an dieser Stelle gab es offenbar bereits vor zwei Monaten. Anwohnerin Eva Weller hatte am 19. Juni vor ihrer Garage ein Delle im Pflaster entdeckt und Tiefbauamt sowie die Polizei informiert. Vom Bergamt erfuhr die Tochter der Hausbesitzerin jedoch kurze Zeit später, der Schaden habe nichts mit eventuellen Bergbaustollen zu tun. „Also haben wir den Bereich auf unsere Kosten verfüllen und neu Pflastern lassen“, sagt Eva Weller.

Als dann jedoch einige Wochen später wieder eine Erdabsenkung sichtbar wurde, schickte die Bezirksregierung Arnsberg zur Sicherheit eine Spezialfirma nach Mülheim. Die, so Eva Weller, habe bereits vor zwei Wochen erste Bohrungen durchgeführt und einen Hohlraum in 27 Metern Tiefe entdeckt. Die Verunsicherung der Tochter der Hausbesitzerin ist seitdem groß: „Hoffentlich ist nichts mit unserem Haus“, sagt sie.
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