The winner is... - Preis der KreativKraft Mülheim wird vergeben

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Der Preis „Kreativkraft Mülheim“ symbolisiert den Verlauf der Ruhr - modelliert in Gusseisen. (Foto: PR-Fotografie Köhring/AK)

„Mülheim sieht kaputt aus, aber da ist noch was zu retten“ - Designer Hermann Rokitta nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er das beschreibt, was viele Bürger empfinden. Und doch ist er Optimist. Einer der Gründe, warum er gemeinsam mit der Gruppe „Kreativkraft Mülheim“, einer Arbeitsgemeinschaft selbständiger Mülheimer Kreativschaffender, den Preis der Kreativkraft Mülheim ins Leben gerufen hat. Am Samstag, 22. Juni, wird er erstmals vergeben werden. Alle Interessierten sind dazu um 18.30 Uhr (Einlass ab 17.45 Uhr) in den Ringlokschuppen eingeladen, der Eintritt ist frei.

Ausgezeichnet werden Menschen, die andere begeistern - weil sie etwas Einzigartiges geschaffen haben, durch besondere Leistung oder hervorragende Qualität beeindrucken oder als Unternehmer etwas Unvergleichbares produzieren.

Neues Stadtbewusstsein schaffen

Ein Preis, „aus dem Leben heraus“ soll es sein, der durch Nominierung und Verleihung ein neues Stadtbewusstsein schafft. Denn da kommt so mancher „Schatz“ zum Vorschein. Kleine Betriebe, die durch originelle Auftritte oder Produkte bestechen, von denen man aber bislang noch nicht viel gehört hat. Oder Menschen, die sich für die Stadt und ihre Einwohner engagieren.

Menschen, die beeindrucken

Es war ein langer Weg: Vor zwei Jahren haben die Vorbereitungen in der zwölfköpfigen Gruppe begonnen. Aber damit ist man bereits im Rhythmus, denn in Zukunft soll der Preis alle zwei Jahre vergeben werden. Jeder Bürger konnte einen Menschen nominieren, der in irgendeiner Form besonders beeindruckt: durch Engagement, durch Innovationen, Produkte oder Dienstleistungen, die herausstechen.

56 Nominierte

Und die Resonanz war sehr gut. Insgesamt 60 Mülheimer wurden für eine der sieben Rubriken vorgeschlagen, in denen der Preis in gut zwei Wochen vergeben wird, 56 stellten sich zur Wahl. Zu gewinnen gibt es eine gusseiserne Statue, die den Ruhrverlauf symbolisiert - und die Ehre. „Bei dem Preis ist der Prozess der Nominierung das Wichtige“, betont Designer Hermann Rokitta. Alleine auf diese Menschen aufmerksam zu machen, ein neues Bewusstsein dafür zu schaffen, was die Stadt an der Ruhr zu bieten hat an Menschen, an Ideen und innovativen Konzepten, das sei die Intention des Preises.

Und so findet man unter den Nominierten bekannte Namen wie die von Werner Bungert, Gründer des Clubs der Schlitzohren, oder Helge Schneider, aber auch das Ehepaar Grawe, das durch die Vermietung seiner Immobilie an der Kreuzstraße und die Offenheit für die Belange der Mieter die Realisierung der Games Factory Ruhr, die inzwischen Strahlkraft weit über Mülheim hinaus hat, erst möglich machte. Die Fleischerei Jacob, die inzwischen eine eigene Rinderherde hält und damit einen kurzen Weg in der Produktionskette schafft, gehört ebenso dazu wie der Wunschmann, der nicht mehr vom jährlichen Adventsmarkt in der Altstadt wegzudenken ist. Oder die Firma Zirkeltraining, die für ihre Taschen aus recyceltem Turnmaterial schon diverse Design-Preise einheimste, in Mülheim aber kaum bekannt ist.

An diesem Dienstag traf sich die vierzehnköpfige Jury, die über die Vergabe entscheidet. Hier findet man kreative Köpfe, aber auch Vertreter der Stadt, Wirtschaft und Bürgerschaft. Wer es dann wird, erfährt man aber erst am 22. Juni. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist übrigens frei. Finanziert wird sie fast vollständig durch die Arbeitsgemeinschaft der Künstler.

Die Nominierten:

Kategorie I (Sport, Forschung, Bildung, Schule Klimaschutz, Soziokulturelles):
Alte Dreherei, Bärbel Essers,Die Grünen Damen und Herren des EKM, AG „Schüler-Energieberater der Kreishandwerkerschaft, die Lila Feen, das Netzwerk Saarn, die Rembergschule, das THW, die Waldorfschule und die Young Art Experts.

Kategorie II (Unterhaltung):
Maximilian Bishoff & Rock‘n Ruhr, Peter E. Eisold & Michael Dawid, Usap - Urban Solar Audio Plant, Eva Kurowski, Reglerproduktion, Schauspielstudio Ruhr, Mülheimer Shanty-Chor, Shiny Toys Jerome Krüger & Jan Ehlen, René Steinberg.

Kategorie III (Industrie, Konsum, Handwerk):
Loewenart - Leonie Schülke, Manual Art - Martina Gollnick, Mölmsch - Jonas Wanke, Alexander Lange, Jutta Raithel - Ökologische Wohnraumgestaltung und Schreinerarbeiten, Ruhrpottlocals Nina Hubinger, Nico Giesen und Thomas Biesgen, Michael Schön - Schichtlicht, Die Stadtrandperlen - Flora Ambiente, Tuchfühlung, Die 2. Chance, Nadelpracht und Papierwerk, U.T.A. - Uta Siemers, Zirkeltraining - Bernd Dörr, Stadtbäckerei Hemmerle für das Brot "Unser Mülheimer"

Kategorie IV (Handel und Gastronomie):
Asia - China-Restaurant, Biohof Felchner, Bistro 3.6.9 - Rudolpf Pieper, Chocolate Dreams, Curry Art, Fleischerei Jacob, Kais Restaurant, Leckerbisschen - Veganes Restaurant, Restaurant Medici, Mocca Nova, Perfetto, Der Zigarrenzirkel.

Kategorie V (Öffentlichkeitsarbeit, Kultur, Architektur, Städteplanung, Garten- und Landschaftsbau):
Gunvar Blanck - Glockenturm Fliednerdorf, Detlef Riek - außergewöhnliche Architektur, Daniela Städter - außerordentliches Engagement für Mülheims Kreative, Katrin Witzel, Engagement Realisation Wertstadt.

Kategorie VI (Kunst und Kreativschaffende):
Künstlergruppe AnDer - seit 18 Jahren in Mülheim aktiv, Dennis Broszat - Brosart Design, Hendrik Dorgathen und sein intelligentes Comic-Universum, Lubo Laco - Digitale Fotoschule

Kategorie VII (Außerordentliche Persönlichkeiten):
Werner Bungert - Gründer Schlitzohrenclub und Initiator Ledermuseum, Ehepaar Grave - Vermieter Games Factory, Der Wunschmann - Thomas Köppe, Susanne Findorff - Naturgarten e.V., Helge Schneider
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