U-turn: Kurswechsel für Studienaussteiger

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Mit dem Programm „U-turn- Kurswechsel für Studienaussteiger“ steht Aussteigern eine echte Alternative für den Einstieg ins Berufsleben zur Verfügung.
Dahinter steht die Idee, das erworbene Wissen von Uni oder Hochschule als Azubi in einer Ausbildung sinnvoll zu nutzen.

Von Dirk-R. Heuer

Die Anzahl derjenigen, die ihre Schulbildung mit dem Abitur abschließen, steigt seit Jahren. Mit dem Abi in der Tasche ist der Weg in Richtung Studium oft vorgezeichnet. Doch so manch einer stellt nach den ersten Semestern fest: Das Studium ist nicht meine Sache.
Die Gründe sind individuell und entsprechend vielfältig. Eine echte Chance bietet sich Aussteigern bislang nicht, weil die Frage, wie es weitergehen könnte, oft unbeantwortet bleibt. Und so plätschert ein Semester nach dem anderen vor sich hin, der Frust steigt und das Alter auch.

Ausbildungsplätze für Studenten mit Vorwissen

Das muss nun aber nicht mehr sein – zumindest im Bereich der Agentur für Arbeit in Oberhausen/Mülheim. „Mit Blick auf die zukünftige Fachkräftesicherung, müssen wir die duale Berufsausbildung für ehemalige Studenten attraktiver machen“, erklärt Jürgen Koch. Er ist als Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Oberhausen/Mülheim verantwortlich für das Programm.
Koch blickt dabei auf Erfahrungen zurück, die er anderer Stelle mit ähnlichen Programmen positiv erlebte. Eine Konkurrenz für Schüler anderer Schulformen sieht er nicht. „In Mülheim gibt es derzeit noch rund 250 offene Ausbildungsplätze.“ Viele Betriebe suchten noch Azubis.

Junge Aussteiger gehen dahin, wo sie benötigt werden

In enger Zusammenarbeit mit Kammern, der Hochschule Ruhr-West und Unternehmen entwickelt die Agentur am Jahresbeginn das Programm für Mülheim. „Es ist doch sinnvoll, das Wissen der jungen Aussteiger dorthin zu bringen, wo es benötigt wird: in die Unternehmen vor Ort“, ist Koch überzeugt.
Damit steht er nicht allein. Udo Sommerfeld, Geschäftsführer der gleichnamigen Stahlbaufirma, war zu Beginn des Jahres auf der Suche nach einem Auszubildenden. „Wir haben gute Erfahrungen mit studentischen Praktikanten gemacht. Die wissen, um was es in Betrieben geht“, erzählt der Firmenchef beim Ortstermin.

Gute Möglichkeiten nach einer Ausbildung

Mit im Boot ist auch die Hochschule Ruhr West. „Etwa jeder vierte Studierende an einer Fachhochschule in Deutschland bricht im Schnitt sein Bachelorstudium ab ab. Wir als Hochschule haben ein großes Interesse daran, dass diese jungen Leute nicht in ein Loch fallen“, betont Prof. Dr. Ing. Gudrun Stockmanns. Die Präsidentin der Hochschule Ruhr West unterstützt die Initiative U-turn, die jungen Menschen eine berufliche Perspektive gibt.
Und der Blick auf die Möglichkeiten nach der Ausbildung sind nicht schlecht. Neben der Meisterprüfung bieten die Kammern inzwischen auch zahlreiche berufsbezogene Studiengänge an. v.l. Babara Yeboah, Udo Sommerfeld, Achim Scheffler, Grudrun Stockmanns, Jürgen Koch PR-Foto Köhring/ SM Für U-turn steht Özcan Tek vom Career Service der HRW als Ansprechpartner unter der Telefonnummer 88 25 42 28 zur Verfügung.
Bei der Agentur für Arbeit informiert Emel Karakoc, Projektkoordinatorin, über U-turn. Für Unternehmen und Aussteiger ist sie unter der Telefonnummer 8 50 66 16 erreichbar.
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