Wer soll die Preise bekommen? Bürgerstiftung bittet um Vorschläge

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Hermann Blümer (l.) und Frank Lenz von der Bürgerstiftung freuen sich über viele Vorschläge. (Foto: Archiv)

108.000 Euro hat die Bürgerstiftung Mülheim in den vergangenen neun Jahren ausgegeben. Weitere 12.000 Euro sollen in diesem Jahr dazukommen, wenn am 8. März wieder die mit jeweils 3.000 Euro dotierten Preise für Zivilcourage, soziales Engagement, Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften vergeben werden. Ab sofort können Menschen vorgeschlagen werden, die herausragende Leistungen erbracht haben.



Sorge bereitet Hermann Blümer und Frank Lenz von der Bürgerstiftung der Preis für Zivilcourage, der an Menschen bis zu 27 Jahre vergeben werden soll. Zum einen scheuten vor allem Schulen davor zurück, einen herausragenden Schüler vorzuschlagen, aus Angst man könnte ihnen einen mehr oder weniger schlimmen Vorfall negativ auslegen. Zum anderen spielten viele, die durch eine „eine mutige Einzeltat“ oder auch ein „persönlichen Mut erforderndes Handeln“ aufgefallen sind, ihre Leistung herunter. Dabei zählen bei der Entscheidung auch kleine Taten und ist der Preis auch gedacht für junge Menschen, die sich „ausschließlich verbal und nicht körperlich für einen anderen Menschen eingesetzt haben“, betont Blümer.
Weniger Probleme dagegen gibt es bei der Anzahl der Meldungen für den Preis für soziales Engagement, der jedes Jahr in „Anerkennung für einen längerfristigen, unentgeltlichen Einsatz für andere Menschen“ vergeben wird. Unterstützt wird die Verleihung von der Mülheimer Wohnungsbau eG (MWB).
Auch die Preise für Natur- und für Geisteswissenschaften, die für eine herausragende Einzelleistung verliehen werden sollen, machen den Initiatoren keine Probleme. „Wir gehen davon aus, dass wir auch in diesem Jahr wieder exzellente Vorschläge vorgelegt bekommen werden“, sind sich Lenz und Blümer sicher. Die Verleihungen ermöglichen die RWE Deutschland AG und die Bildungsstiftung Mülheim.

Auch kleine Taten sind es wert, gewürdigt zu werden

Nominiert werden können für die Preise für soziales Engagement sowie Natur- und Geisteswissenschaften Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren. Die Gewinner der vier Preise dürfen sich über jeweils 3.000 Euro freuen. „Die bisherigen Preisträger haben ihr Geld zum Beispiel für ein Auslandssemester oder für ein Instrument ausgegeben“, weiß der ehemalige Pädagoge Blümer. Nicht selten bleibe außerdem der Kontakt zwischen Gewinner und Bürgerstiftung bestehen. Doch auch wer leer ausgeht, geht nicht mit leeren Händen: Jeder Jugendliche, der in die engere Wahl kam, bekommt eine Urkunde. „Die macht sich bei einer Bewerbung immer gut“, sagt Blümer. Schließlich ragt man so aus der Masse heraus. Dass sich manche in Bescheidenheit üben und ihre Leistungen nicht an die große Glocke hängen möchten, kann er nachvollziehen. Andererseits: „Der besondere Einsatz verdient es, dass die- oder derjenige gelobt wird.“

HINTERGRUND
- Vorschläge für die Preisverleihung können bis zum 2. Februar alle Mülheimer Schulen, Vereine, kirchlichen und städtischen Institutionen, Polizeibehörden aber auch Einzelpersonen einreichen.
- Gerichtet werden müssen die Vorschläge an die Bürgerstiftung Mülheim, Hermann Blümer, Gracht 152, 45472 Mülheim, per E-Mail an hbluemer@arcor.de und per Fax an 032221462793. Rückfragen können unter Tel. 433691 beantwortet werden.
- Der Bogen, auf dem Vorschläge gemacht und eingereicht werden können, ist online abrufbar und steht auf der Internetseite zum Download bereit.
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